Mehrere Betrugsfälle

Nur Kriminelle fragen nach der PIN: 6 Tipps zum Schutz vor Datenklau

Haben die Betrüger die Zugangsdaten zum Onlinebanking, können sie sich damit zum Beispiel eine digitale EC-Karte erstellen und damit einkaufen, oder Überweisungen tätigen. | Foto: NaMaKuKi/stock.adobe.com2022/11/AdobeStock_176672471-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND/REGION – Mit immer raffinierteren Tricks versuchen Kriminelle Verbraucher dazu zu bringen, persönliche Daten preiszugeben. Sechs Tipps, wie man sich gegen Online-Betrüger schützen kann.

„Zugangsdaten aktualisieren“, „Konto wurde gesperrt“, „Gewinn steht zur Auszahlung bereit“ – was so daherkommt, sei eine Betrugsmasche, so die EURO Kartensysteme GmbH in einer Pressemitteilung. Gelangen Kriminelle an persönliche Daten wie Bankdaten, können sie so die hohen technischen Sicherheitssysteme der Kreditinstitute umgehen.

Das Abfischen von persönlichen Informationen läuft per E-Mail, SMS oder Telefon. Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) warnt vor einem sprunghaften Anstieg solcher Angriffe, die auch im Nürnberger Land in den vergangenen Wochen vermehrt vorgekommen sind.

30-Jährige ausgespäht

Erst am vergangenen Wochenende meldete die Hersbrucker Polizei wieder einen Fall, in dem einer 30-Jährigen ein „kleinerer Vermögensschaden“ entstanden ist, weil ein unbekannter Täter an die Daten der Frau gelangen konnte. Im Anschluss wurden mehrere unautorisierte Überweisungen getätigt. Durch welche Phishing-Methode der Gauner an die Daten gelangte, ist derzeit noch unklar.

Umso mehr sollten Verbraucher beim Öffnen von SMS, E-Mails, oder dem Aufrufen von ihnen unbekannten Seiten Vorsicht walten lassen. Denn: Wer in irgendeiner Weise nach geheimen Daten fragt, handelt in betrügerischer Absicht.

Tipps zum Schutz vor Datenklau:

  • Banken und Sparkassen, Behörden oder seriöse Firmen bitten Sie nie darum, vertrauliche Informationen weiterzugeben – weder telefonisch noch digital!
  • Folgen Sie keinen Links, bei denen zur Eingabe von PINs, TANs, Passwörtern, Konto- oder Kreditkartennummern aufgefordert wird. Auch dann nicht, wenn die Aufforderung noch so echt erscheint oder Sie am Telefon darum gebeten werden.
  • Reagieren Sie nicht auf unübliche E-Mails, SMS oder Anrufe. Anhänge, Links und Bilder sollten Sie nicht öffnen, ohne vorher genau zu prüfen, wer der Absender ist. Am besten löschen Sie verdächtige E-Mails sofort.
  • Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie direkt bei Ihrer persönlichen Kundenberatung der Bank oder Sparkasse nach. Das hat auch Zeit, bis das Institut wieder geöffnet ist. 
  • Sollten Sie persönliche Daten wie PINs oder TANs, Konto- oder Kreditkartennummern weitergegeben haben, sperren Sie umgehend das Online-Banking. Entweder direkt bei Ihrem Kreditinstitut oder beim Sperr-Notruf 116 116*.

* Der Service des Sperr-Notrufs ist kostenlos. Auch der Anruf bei der 116 116 aus dem deutschen Festnetz ist gebührenfrei. Aus dem Mobilnetz und aus dem Ausland können Gebühren anfallen. Sollte der Sperr-Notruf in seltenen Fällen aus dem Ausland nicht erreicht werden können, gibt es alternativ die Rufnummer +49 (0) 30 4050 4050.

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