Hersbrucker Eselrennen

Nikolaus brauchte kein Schieben

Langohr Django's Nikolaus (im Vordergrund) verteidigte souverän seinen Titel. | Foto: Jürgen Ruppert2017/08/Eselrennen-nland.jpg

HERSBRUCK – Er war erneut nicht aufzuhalten: Während manch bockiger Vierbeiner ein lustiges Tauziehen mit seinen Treibern veranstaltete, machte Django’s Nikolaus seinem Ruf als Laufwunder alle Ehre und gewann zum vierten Mal in Folge das Hersbrucker Eselrennen. Hier geht’s zur Bildergalerie.

Landrat Armin Kroder begrüßte vor mehreren tausend Zuschauern ganz besonders die Topstars des Ereignisses, und zwar die 20 Langohren. Im Fünferpack schickte Starter Rudi Huyer die Esel auf dem A-Platz des FC Hersbruck in die Vorläufe.

Bürgermeister Robert Ilg warnte dank seiner eigenen Erfahrung vor rund zehn Jahren davor, dass die Läufe für die menschlichen Begleiter kein Spaziergang sein würden. Bereits im ersten Vorlauf erwies sich seine Prophezeiung als doppelt richtig.

Am Ende der Runde geriet der atemlose Treiber von Lina ins Straucheln. Das Ergebnis war ein kapitaler Bauchplatscher vor einem begeisterten Publikum. Bei der laufunlustigen Froni mussten die Begleiter ziehen und schieben, was das Zeug hält. Trotz der Plackerei stand unter dem Strich nur der Einzug in den Hoffnungslauf. Ganz Gentleman war Dajan im nächsten Rennen. Auch beim führenden Grautier Tilo aus Happurg verlor der Treiber den Bodenkontakt. Dajan blieb stehen und wurde weitergezerrt.

Die Alten-Herren-Handballer des HC Hersbruck mit Axel Dannhäuser an der Spitze feierten erst einen sicheren fünften Platz – okay, von fünf. Im Hoffnungslauf gab es dann aber einen Sieg. Allerdings naschte Gegner Max am Start lieber das Gras des FC-Rasens und die übrigen Vierbeiner wollten nach jeder Runde am Ausgang raus.

Nikolaus, ein Sohn von Esellegende Django, war da aus anderem Holz. Im gestreckten Galopp verlangte er seiner Mannschaft Andreas, Alana, Flo, Max und Carsten in allen Durchgängen alles ab. Im Finale gab es einen Start-Ziel-Sieg vor seinem Bruder Dajan und Kyara aus Lichtenegg.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren