Spielleute eroberten Veldenstein

Mit einem Pyro-Spektakel begann der Headliner „Subway to Sally “ das Konzert über den Dächern von Neuhaus.2011/07/5_2_3_2_20110725_VELD.jpg

NEUHAUS  – „Blut, Blut, Blut, Räuber saufen Blut!“ intonierten die Fans noch einen Liedtext, nachdem Subway to Sally schon von der Bühne gegangen war. Mit brachialem Rock hatten Eric Fish und seine Band als Headliner des Veldensteiner Festivals das Publikum im Hof der Neuhauser Burg begeistert.

Eine lebende Legende hat die Mittelaltermusik am Donnerstag eröffnet: Ritchie Blackmore, einst Gründer von Deep Purple, war mit Blackmore s Night zu Gast. Der Erfolg der Formation gründet sich vor allem auf Candice Night. Blackmores Ehefrau besticht durch ihre melodiöse Stimme, mitreißende Laune, Charme und Aussehen.

Die Musik von Blackmore s Night erinnert an Renaissance-Klänge und enthält viele Folk-Elemente. Dementsprechend kommen alte Instrumente wie Drehleier neben Keyboard zum Einsatz.

Vor allem „Under a violet moon“ brachte sofort Stimmung. Candice Night neckte zwischen den Stücken gekonnt Ritchie Blackmore, indem sie auf den neuen Mainzelmännchen-Sticker auf dessen Instrument hinwies („ruining your image“).

Ungewöhnlich war die Liedauswahl für Veldenstein. Vom aktuellen Album „Autumn Sky“ waren nur wenige Songs im Programm. „Highland“ und „Journeyman“ wurden dafür von den Zuschauern um so stürmischer gefeiert. Zum Träumen luden alte Blackmore s Night-Hymnen wie „Ghost of a Rose“ ein. Dann kamen Tanz-und Trinklieder.

Einen Zeitensprung gab es bei den Zugaben: Deep Purple statt Mittelalter. Ritchie Blackmore tobte sich an der E-Gitarre aus. „Black Night“ und „Smoke on the water“ – gesungen wurden die Titel von Candice Night – brachten eine effektvollen Abschluss.

Lautstärke war dann am Samstag Trumpf. Nach vielen Dudelsackklängen von „The Sandsacks“, „Nachtgeschrei“ und „Feuerschwanz“ betrat die Gruppe Eluveitie die Bühne und brachte die Massen im Burghof mit keltischem Folk-Metal zum Tanzen. Noch mehr Stimmung brachte danach „Die letzte Instanz“ mit einem „unbeschreiblichen“ Cellisten.

„Kniet nieder“ forderte der Instanz-Frontmann das Publikum auf. Erst gab es den Dank an Guido und das Veranstalterteam, dann ein Lied über den jüngsten Tag. Subway to Sally beschlossen stilvoll, laut und umjubelt das Konzert.

Ein Mittelaltermarkt im Burggelände und eine Feuershow rundeten das Festival ab. Die Jubiläumsausgabe Nummer zehn verlief gewohnt friedlich. Der ASB musste am Samstag gerade einmal 26 Personen wegen kleiner Probleme versorgen.

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