Veldensteiner Festival

„Härtetest“ für die Neuhauser Burg

Stahlzeit stellte auch den Rammstein-Hit „Mein Teil“ auf der Bühne nach und begeisterte damit die Fans auf der Neuhauser Burg. Foto: J. Ruppert2014/07/5_2_1_2_20140728_FESTI.jpg

NEUHAUS – Die Songs „Engel“ und „Ich will“ hatte sich die Band Stahlzeit für die Zugabe aufgehoben. Noch einmal ließ Stahlzeit das Gebälk und das Gemäuer der Burg Veldenstein erbeben. Zwei Tage wurde das Neuhauser Wahrzeichen beim traditionellen Festival durch Musiker aus der Metal-Szene einer Art Härtetest unterzogen.

Das Jahr Zwangspause durch den Felssturz hat dem Event nicht geschadet. An beiden Konzerttagen pilgerten tausende Fans auf den Burghof. Der Freitag stand ganz im Zeichen von – Rammstein. Denn die Gruppe Stahlzeit spielt ausschließlich Songs des großen Vorbilds. Am Original orientiert sich auch die bombastische Feuershow. Immer wieder stand aus Sicht des Publikums die halbe Bühne in Flammen. Dazu gab es brennende Mikrofonständer, Funkenregen und vieles mehr. Waren die Zuschauer zum Auftakt noch überwiegend schwarz gekleidet, sorgten am Haupttag des Veldensteiner Festivals viele Mittelalterfans dank altertümlicher Outfits oder passender Mieder für Farbtupfer. Den zehnstündigen Musikmarathon eröffneten die Bands Maerz feld, Rabenschrey und Stahlmann.

Gothic Rock aus Hamburg war dann bei „Mono Inc.“ angesagt. Die düstere Stimmung lockerte Sänger Martin Engler etwas auf, als er mittendrin zur Akustikgitarre griff und zusammen mit den Fans ein einfach gestricktes „Lalala“-Lied intonierte.

Die achtköpfige Schweizer Gruppe Eluveitie bot eine Kombination aus keltischer Folklore und Metal, wobei meist die Lautstärke überwog. In Anklang an die Mittelalterbands spielten die beiden weiblichen Eluveities auf Drehleier und Geige. Die Texte waren teils in helvetischem Gallisch. Der Frontmann organisierte dann noch einen Brave heart-Battle, bei dem sich die Zuschauer vor der Bühne in zwei Hälften aufteilen und dann aufeinander losstürmen. Ansonsten lief das Festival gewohnt friedlich ab.

Keine Sprachprobleme kamen beim diesjährigen Headliner Eisbrecher auf. „Kein Mitleid“ leitete den megalauten Auftritt der Deutschrocker ein, wobei die Tonsteuerung besser als am Vorabend bei Stahlzeit war. Lichtstrahler unterstützten gekonnt die Elektroklänge, die zum Eisbrecher-Sound gehören.

In den Umbaupausen lockte ein Mittelaltermarkt im Burggelände die Besucher, darunter auch Bürgermeister Josef Springer. Gaukler, Feuerkünstler und Spielleute sorgten für besonderes Flair.

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