Breitbandausbau in Leinburg

„Eine massive Verbesserung“

Das ist der derzeitige Ist-Zustand in Sachen Internet in der Gemeinde Leinburg: Viele Gemeindebereiche haben momentan Upload-Geschwindigkeiten von weniger als einem Mbit pro Sekunde (türkis). Dunkelblau sind die Orte verzeichnen, die bereits jetzt über eine Download-Geschwindigkeit von 20 Mbit/s verfügen. Die rote Umrandung zeigt den Ausbau durch die Telekom, von der auch die umliegenden Ortsteile profitieren. Grafik: Gemeinde Leinburg2015/08/leinburg_karte_breitband_4c.jpg

LEINBURG – Die Gemeinde erhält, wie berichtet, Breitbandinternet. Nicht alle 19 Ortsteile in Leinburg sind direkt vom Ausbau betroffen. Profitieren tun sie dennoch.

In der Bevölkerung hatte eine Landkarte auf der Internetseite der Gemeinde für Verwirrung gesorgt. Dort waren die Ortsteile verzeichnen, bei denen das Breitbandinternet ausgebaut wird. Doch die Telekom baut nicht überall die Leitungen aus: In Weißenbrunn, Teilen von Leinburg und Oberhaidelbach sind bereits Multifunktionsgehäuse vorhanden. Hier kann die 30 MBit Downloadgeschwindigkeit ohne bauliche Maßnahmen erreicht werden. Die Orte sind deshalb nicht im Förderprogramm.

Allerdings gibt es auch Orte, bei denen sich ein Ausbau schlichtweg nicht lohnt. Da sich in Reuth und Weihersberg, aufgrund der zu geringen Zahl der Anschlüsse und der geographischen Lage, ein Multifunktionsgehäuse nicht wirtschaftlich betreiben lässt, hat die Telekom aus wirtschaftlichen Gründen für diese Gebiete kein Angebot gemacht – trotz der Förderung in Höhe von fast 32.000 Euro, die Leinburg vom Freistaat für den Breitbandausbau erhalten hat. Dennoch können sich die Reuther und Weihersberg dank des Ausbaus im Umland über schnelleres Internet freuen – auch wenn sie keine Geschwindigkeit von 30 Mbit/s erreichen.

Das liege an der Dämpfung durch das Kupferkabel, erläuterte ein Fachmann der Telekom auf der vergangenen Gemeinderatssitzung.

Die Gemeinderäte hatten mehrfach über das Thema debattiert. Alle Mitglieder des Gremiums waren bestrebt, die Situation im gesamten Gemeindegebiet zu verbessern.

„Und das ist auch gelungen“, sind sich die Fraktionssprecher Günther Kuhn (FWG), Konrad Ringel (CSU) und Matthias Hummel (SPD) einig. Denn schnelles Internet über 30 MBit erreicht derzeit kein einziger Ortsteil in Leinburg.

„Für die Bürgerinnen und Bürger Leinburgs, die bisher von der digitalen Autobahn abgeschnitten waren, wird es aber auf jeden Fall eine massive Verbesserung geben“, so die Fraktionssprecher.

„Die Zukunft des Internets liegt in Leinburg unter der Erde“, sagt auch Bürgermeister Joachim Lang, der sich über die Verbesserung für die Bürger freut.db/kap

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