Neue Scheune geht dem Radweg aus dem Weg

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HARTENSTEIN – Der Hartensteiner Gemeinderat genehmigte den Neubau einer Scheune am Gelände der Harnbachmühle. Die Planung von Wasserleitungen in den einzelnen Ortsteilen übertrug man einhellig der Firma Renner Consult in Amberg, soweit nicht das Amt für ländliche Entwicklung im Rahmen der Dorf- und Flurneuordnung zuständig ist.

Nachdem der Hartensteiner Gemeinderat in seiner letzten Sitzung bereits dem Abriss der baufälligen Scheune auf dem Gelände der Harnbachmühle durch den Verein „Mühlenkraft“ zugestimmt hat (HZ berichtete), genehmigte das Gremium jetzt den vorliegenden Bauantrag einer neuen Scheune, die dort an gleicher Stelle im Fachwerkstil errichtet werden soll.

Die Gemeinderatsmitglieder sprachen sich allerdings für eine Verlegung der Scheune um drei Meter nach innen aus, um in dem Bereich den direkt angrenzenden Pegnitztalradweg auf vier Meter erweitern zu können. Der Verein hat diesem Grundstückstausch bereits zugestimmt. Zudem muss die dann unter der Scheune verlaufende Wasserleitung verlegt werden. Für die Verlegung ist der Bauherr zuständig, die Kosten für das Material übernimmt die Gemeinde.

Radweg immer nutzbar

Man war sich im Rat einig, dass diese Maßnahme ein Vorteil für den Verein „Mühlenkraft“ sei, da dann der Radweg künftig nicht mehr direkt durch das Mühlengelände führt. Weiterhin wurde dem Verein zur Auflage gemacht, dass der Radweg auch während der Abrissarbeiten durchgängig bleiben muss.

Die Fachleute Werner Renner und Udo Hartmann erläuterten die einzelnen Projekte für neue Wasserleitungen in den einzelnen Ortsteilen. Der größte Anteil der Kosten entfällt dabei auf die Wasserversorgung in Engenthal. Nachdem die Engenthaler ihre eigene Wasserversorgung aufgeben und sich an Hartenstein anschließen, sind neben einer neuen Versorgungsleitung (101 000 €), einer Zubringerleitung (102 000 €), Anschluss einer Druckminderungsanlage (16 768 €), die Erneuerung der Elektronik (19 000 €) sowie Maßnahmen für Straßenentwässerung (63 000 €) nötig. Zu allen Nettobeträgen kommen noch Nebenkosten für Ingenieurleistungen hinzu. Der Baubeginn soll noch heuer erfolgen.

Für Regenwasserkanal und Wasserleitung in Kleinmeinfeld und Loch sind zusammen 100 000 Euro bzw. 39 000 Euro veranschlagt. Für den Dorfplatz in Rupprechtstegen stehen 28 000 Euro zu Buche, die Wasserleitung in Lungsdorf ist mit 15 900 Euro geplant, für Regenwasserkanal und Wasserleitung in Enzendorf sind 25 000 Euro bzw. 53 000 Euro an Kosten vorgesehen.

Außerdem stimmten die Ratsmitglieder einer Nutzungsänderung einer Scheune der Familie Leißner in Kleinmeinfeld zu. Dort soll künftig die Technik für eine Hackschnitzelheizung mit 220 kW untergebracht werden, die künftig zehn Anwesen des Dorfes mit Fernwärme versorgen soll.

Brandschutz an der Schule

Bürgermeister Werner Wolter informierte zudem über das vorliegende Gutachten der Architektengemeinschaft Atelier 13 GmbH über Brandschutzmaßnahmen an der Grundschule. Neben dem geforderten Abriss von ein paar Holzwänden im Innenbereich des Gebäudes sieht das Gutachten vor allem die Schaffung eines zweiten Rettungsweges vor.

Für den Brandschutznachweis sei der Anbau einer Fluchttreppe zwingend nötig, so der Rathauschef. „Wir müssen das angehen und die Umsetzung so schnell wie möglich veranlassen“, meinte er. Planung und Realisierung soll deshalb noch heuer erfolgen.

Zum Schluss teilte Bürgermeister Wolter mit, dass die Hauptarbeiten im Rahmen der Dorferneuerung im Zentrum von Hartenstein voraussichtlich Mitte August abgeschlossen seien. Ein offizielles Einweihungsfest soll im Mai 2011 stattfinden.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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