Rund 200 Menschen demonstrierten in Lauf

Friedlicher Protest gegen „Krone“

Mit Plakaten, Trommeln und Trillerpfeifen marschierten rund 200 Demonstranten durch Lauf, hier durch die Glockengießerstraße. | Foto: KIrchmayer2016/10/Demo-Zirkus-Glockengiesserstrasse.jpg

LAUF — Rund 200 Menschen haben am Samstagnachmittag in der Laufer Innenstadt friedlich gegen Wildtierhaltung im Zirkus demonstriert. Auch der anschließende Protest vor dem Standort des Circus Krone auf den Pegnitzwiesen verlief ohne Zwischenfälle.
Zu den Protesten in Lauf hatten im Vorfeld über 20 Organisationen und Vereine aufgerufen. Die Teilnehmer trafen sich um 12.30 Uhr auf dem Parkpkatz auf den Pegnitzwiesen. Von dort aus marschierten sie rund eine Stunde später mit Plakaten, Trillerpfeifen und Trommeln über die Johannisstraße, den Laufer Marktplatz und die Nürnberger Straße zurück auf den Oberen Markt.

Dort wandten sich Organisator Simon Fischer von der „Aktionsgruppe Tierrechte Bayern“ und Bettina Jung von der Partei Ethia, die sich für Tierrechte einsetzt, an die anderen Teilnehmer und wenige Zuschauer. In 18 EU-Ländern seien Wildtiere im Zirkus bereits verboten, so Jung. Deutschland sei in dieser Hinsicht rückständig, obwohl sich hierzulande der Bundesrat, zwei Drittel der Bevölkerung, die Bundestierärztekammer sowie die Bundestagsparteien SPD, die Linke und Grüne für ein Wildtierverbot aussprechen.

Im Anschluss an die Kundgebung auf dem Oberen Marktplatz zogen die Demonstranten über die Briver Allee zu den Pegnitzwiesen. Nur rund 150 Meter vom Zirkuszelt entfernt skandierten sie bis zum Beginn der Nachmittagsvorstellung um 15.30 Uhr Sprüche wie „Kein Applaus für Tierquälerei“ oder „Zirkus mit Tieren gehört abgeschafft“.

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