Ein neues Mahnmal?

HARTENSTEIN – Der Gemeinderat Hartenstein erteilte in seiner jüngsten Sitzung den Auftrag zur Erneuerung der Wasserleitung in Rupprechtstegen im Bereich der Kreisstraße und Hirtenweg. Den Zuschlag erhielt demnach die Firma Mickan aus Amberg, die mit 128 000 Euro der günstigste unter den insgesamt fünf Anbietern war.

Ebenfalls einhellig abgesegnet wurde die Bestellung einer Grunddienstbarkeit für die Leitungstrasse Lungsdorf – Velden durch die Firma N-Ergie AG und der Telekom, die in diesem Abschnitt ein Glasfaserkabel verlegen will, um für die Stadt Velden eine schnellere Internetverbindung zu gewährleisten.

Fahrzeug wird gewartet

Zudem beschloss das Gremium die Übernahme der Restkosten für gewidmete Straßen und Regenrückhaltung in der Flur für alle drei Teilnehmergemeinschaften im Rahmen der laufenden Flurneuordnung. Auch die von den Ratsmitgliedern als „saftige Rechnung“ empfundenen Kosten für Kupplungsaustausch und Wartung in Höhe von 13 476 Euro für das bereits etwas in die Jahre gekommene Xylon-Bauhoffahrzeug wurde durchgewunken.

Erfreut zeigte sich Bürgermeister Werner Wolter, dass die Bauarbeiten im Rahmen der Dorferneuerung im Hartensteiner Ortszentrum sich kürzer gestalteten als ursprünglich erwartet. Nach dem Abschluss der Pflasterarbeiten könne die Fahrbahn nun bereits ab dem 1. August wieder benutzt werden, teilte er mit.

Diskussion mit Bürgern

Für eine der kommenden Sitzungen regte Bürgermeister Werner Wolter an, dass sich die Gemeinderatsmitglieder in Diskussion mit den Hartensteiner Bewohnern Gedanken über Standort und Form des Kriegerdenkmals machen sollten. Das bestehende Kriegerdenkmal sei zwingend sanierungsbedürftig und im jetzigen Zustand nicht mehr haltbar.

Er könne sich vorstellen, ein neues Mahnmal mit den Namen der in beiden Weltkriegen Gefallenen aus dem gesamten Gemeindebereich „zentral im Ort“, etwa gegenüber der Kirche in der neugestalteten Parkanlage aufzustellen. Das wäre jetzt eine passende Gelegenheit, diese Erinnerung an diese schreckliche Zeit auch der jüngeren Generation näher zu bringen, meinte Wolter.

Dach für das Bushäuschen

Ebenfalls sei die Gestaltung der Brunnenanlage mit Figur im Rahmen der Dorferneuerung noch offen. Das neue Buswartehaus solle ein vorgezogenes Dach erhalten, darunter seien neben der Unterstellmöglichkeit auch Anschlagtafeln und abgeschlossene Kästen für Vereinsinfos vorgesehen.

Dem Bauantrag der HSH Grünreuth GbR, die, anders als ursprünglich vorgesehen, die geplante Hackschnitzelanlage für zehn Anwesen und mit einer Leistung von 200 kW nun nicht im sondern in einem neu zu erstellendem Gebäude neben dem gemeindeeigenen „Schildwopshaus“ unterbringen will, wurde ebenfalls stattgegeben.

Armin Tauber

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung