Heuchlinger Reitertage

Buckeln vorm Wettkampf

Viel Arbeit vor den Heuchlinger Reitertagen: Ab Freitagmorgen werden auf dem Dressurviereck, dem hier noch der letzte Schliff verliehen wird, Dressurprüfungen bis zur Schweren Klasse stattfinden. Foto: Müller2013/06/64945_ReitturnierHeuchlingVorbereitungen_New_1371567064.jpg

HEUCHLING — Vor Beginn der Heuchlinger Reitertage am kommenden Wochenende laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ein unerwartet großes Starterfeld kündigt sich an. Seit Wochen sind zahlreiche Helfer im Einsatz: Sie mähen Wiesen, pflegen Böden und regeln bergeweise Papierkram, um Pferd und Reiter einen fairen Wettkampf bei besten Bedingungen zu ermöglichen.

Fast 500 Pferde und 330 Reiter sind in Heuchling am Start. Aus ganz Franken kommen sie angereist, um an Dressurprüfungen bis hin zur schwersten Klasse teilzunehmen. „Das ist eine unerwartet hohe Zahl“, sagt Sportwart Barbara Gerhäuser, die das große Reitturnier leitet und organisiert.

„Die schwierigste Aufgabe ist immer, Sponsoren an Land zu ziehen“, erzählt sie. Denn so ein großes Reitturnier kostet viel Geld. Etwa 12 000 Euro waren es im vergangenen Jahr – Preisgelder für Sieger und Platzierte ausgenommen. Hauptsponsor des Turniers ist die Firma Getränke Ziegler.

Je nach Schwierigkeitsgrad der Prüfungen gibt es von Bürsten oder Plüschtieren für die Kleinen bis hin zu Geldpreisen in den höheren Prüfungen in diesem Jahr auch einen besonderen Ehrenpreis abzustauben: Dem Gewinner der höchsten Dressurprüfung – ein St.-Georg-Spezial – winkt eine Übernachtung mit Abendmenü im Landhotel Schindlerhof.

Als wahrer Publikumsmagnet hat sich in den vergangenen Jahren aber der Kostüm-Pony-Führzügel-Wettbewerb erwiesen, weiß Kassier Sandra Chomek. „Die Kleinen geben sich so viel Mühe mit ihrer Verkleidung“, schwärmt sie und hofft, dass auch in diesem Jahr wieder viele ausgefallene Kostüme zu bewundern sein werden. Sie selbst fährt inzwischen mit anderen Augen auf Reitturniere, weil sie weiß, wie viel Arbeit hinter so einer Veranstaltung steckt. „Es ist eben nicht damit getan, das Bierzelt aufzustellen“, sagt sie.

Etwa 70 Helfer – davon sind allein 20 für die Bewirtung zuständig – werden am Wochenende im Einsatz sein. „Vom Turnierfotograf bis hin zu dem, der die Toiletten putzt, brauchen wir Personal“, erzählt Gerhäuser. Sie hofft nun auf ein gelungenes Turnier.

Wer zusehen möchte: Die Reitertage starten am Freitag um 7.30 Uhr, am Samstag und am Sonntag jeweils um 7 Uhr. Die letzten Prüfungen beginnen immer zwischen 17 und 18 Uhr.

N-Land Lena Müller
Lena Müller