Abiturienten wehren sich

Zu Unrecht am Pranger?

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LAUF — Die Berichterstattung der Pegnitz-Zeitung über die Ausschreitungen von Schülern auf dem Kunigundenberg vor einer Woche und in diesem Zusammenhang über eine Schlägerei mit Verletzten am Laufer Marktplatz wirft ein schlechtes – und vor allem falsches – Licht auf den Abiturjahrgang des Christoph-Jacob-Treu-Gymnasiums (CJT): So lautete in den vergangenen Tagen die Kritik von Schülern und Eltern.

Im Bericht der Polizei, der Grundlage der Berichterstattung war, sei vor allem von Abiturienten die Rede gewesen – und das sei nicht richtig, berichten Gymnasiasten, die nach eigenen Angaben selbst dabei waren. Auch viele andere Jugendliche hätte auf dem Berg gefeiert und ihren Unrat liegen lassen, erzählt eine Schülerin.

Eine Mutter und eine Lehrerin meinen, der Jahrgang 2020 sei einer der besten Jahrgänge der vergangenen Jahre. Sie würden viele der
Schüler persönlich kennen und sie könnten sich darum nicht vorstellen, dass diese, wie geschildert und wie von der Polizei berichtet, ausfällig wurden und sich uneinsichtig zeigten.


Wer war auf dem Marktplatz dabei?

Laut den CJT-Absolventen war bei der Auseinandersetzung am Laufer Marktplatz gar kein Schüler des Gymnasiums mehr dabei. Diese Aussage ist allerdings nicht gesichert. Im Gegenteil: Die Laufer Polizei, die die Sache derzeit noch aufarbeitet, kann aktuell dazu nur sagen, dass Abiturienten und „Personen vom Berg“ auch später am Marktplatz eine Rolle spielten.

Sicher ist, dass 30 bis 40 CJT-­Absolventen nach der Abifeier an der Schule auf dem Kunigundenberg als Gruppe weitergefeiert haben, und dort wohl auch auf andere feiernde Jugendliche trafen. Auch, dass laute Musik gespielt wurde, ist wohl richtig, und auch, dass die Feierfläche im Bereich des Parkplatzes mit Müll übersät war. Das weitere Geschehen, die Reaktionen auf den Polizeieinsatz und die Aufforderung der Beamten, die Musik leiser zu drehen oder den Müll aufzuräumen, werden allerdings von den Betroffenen und den Einsatzkräften auch im Rück­blick unterschiedlich geschildert und bewertet.

So spricht einer der eingesetzten Polizisten gegenüber der Pegnitz-Zeitung von einer sehr aggressiven Stimmung, von vollkommen uneinsichtigen Jugendlichen, eben auch und gerade Abiturienten, und von überall verstreutem Müll. Zusätzlich zu den zwei Polizeistreifen wären angesichts der Einsatzlage auf dem Berg sogar noch mehr Beamte notwendig gewesen, so seine Einschätzung.

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