FDP-Kandidatin im Wahlkreis Roth/Nürnberger Land

Kristine Lütke will in den Bundestag

Der Vorsitzende des FDP-Kreisverbands Nürnberger Land, Markus Lüling, und die Vorsitzende des FDP-Kreisverbands Roth, Marina Schuster (rechts) gratulieren Kristine Lütke zu ihrer Nominierung als Bundestagskandidatin der FDP. | Foto: Schmitt2020/09/Kristine-Lutke-FDP-Bundestagskandidatin-2609209-Foto-FDP-2.jpg

EBENRIED – Die Kandidatin der FDP im Wahlkreis Roth/Nürnberger Land für die Bundestagswahl im nächsten Jahr heißt Kristine Lütke. Bei der Nominierungsversammlung am Sonntag im Allersberger Ortsteil Ebenried ist die 38-jährige Geschäftsführerin des Laufer Pflegeheims „Bei St. Otto“ von 19 FDP-Mitgliedern aus beiden Landkreisen einstimmig ins Rennen geschickt worden.

Damit hat sie innerhalb der Liberalen eine steile Karriere absolviert. Eingetreten ist Lütke erst 2017. Zwei Jahre später hat die bayerische FDP sie zur Landesschatzmeisterin gewählt. Im März dieses Jahres war sie Landratskandidatin der Liberalen im Landkreis Nürnberger Land. Seither sitzt sie dort im Kreistag.

Kristine Lütke bietet laut ihren Parteikollegen gute Voraussetzungen als Kandidatin für eine Bundestagswahl im Wahlkreis 246. Denn aufgrund ihres Lebenslaufs kenne sie beide Landkreise gut. Kindheit und Jugend hat sie in Schwand im Landkreis Roth verbracht und 2002 am Rother Gymnasium das Abitur absolviert. Danach hat sie Soziale Arbeit und Gerontologie studiert.

Leiterin „Bei St. Otto“

Anschließend stieg sie als Assistentin der Geschäftsführung in das Unternehmen ihrer Eltern ein, die das Seniorenpflegeheim „Bei St. Otto“ seit 2002 leiteten. 2013 hat Kristine Lütke dort die Geschäftsführung übernommen.

Gegenwärtig wohnt die 38-Jährige in Nürnberg, will aber Ende des Jahres in den Landkreis Nürnberger Land ziehen. Als Unternehmerin trägt sie die Verantwortung für etwa 50 Beschäftigte und 69 Bewohner. Entsprechend sieht sie ihre politischen Schwerpunkte. „Die Gesundheits- und Pflegepolitik sowie die Sozialpolitik der Bundesebene liegen mir sehr am Herzen“, so Lütke.

Mit Sorge betrachte sie den wachsenden Glauben an die Allmacht und Allzuständigkeit des Staates, so die FDP-Politikerin. „Staatlicher Dirigismus und Förderprogramme werden uns langfristig ebenso wenig retten wie ein aufgeblähter Staat und sein Verwaltungsapparat“, sagt Lütke.

Flächendeckende Versorgung

Als Abgeordnete des Bundestags wolle sie für eine funktionierende und flächendeckende pflegerische Versorgung eintreten, die sie mit Blick auf den demographischen Wandel für eine notwenige Zukunftsinvestition hält. Dabei sollen auch die ambulante Pflege gestärkt sowie Löhne und Arbeitsbedingungen der Fachkräfte verbessert werden. „Neu zu denken, neue Ideen und Überlegungen zuzulassen, ist das Gebot der Stunde“, fügte sie hinzu.

Durch ihre Vorstandsarbeit in Unternehmer- und Branchenverbänden ist Lütke auch auf Bundesebene aktiv. So ist sie für ihre Arbeit als Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren 2018 von der Zeitschrift „Capital“ als eine von „Top 40 unter 40“ vorgestellt worden. Zugleich hat sie das Bundeswirtschaftsministerium als „Vorbildunternehmerin“ ausgezeichnet.

Expertengremium

Auch der Freistaat Bayern nützt Lütkes Expertise. Die bayerische Gesundheitsministern Melanie Huml hat sie im April in das „Expertengremium zur Pandemiebekämpfung in der Langzeitpflege“ berufen.

Marina Schuster und Markus Lüling, Vorsitzende der beiden FDP-Kreisverbände, versicherten Kristine Lütke volle Rückendeckung im Wahlkampf. „Wir schätzen deine sympathische Art, deine Fähigkeit Zukunft zu gestalten und deinen beeindruckenden Lebenslauf“, so Marina Schuster. „Du bist die perfekte Kandidatin für uns.“

Text: Robert Schmitt

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