Aktueller Stand

Sanierung der Staatsstraße im Sittenbachtal

Noch ist die Straße zwischen der Abzweigung nach Unterkrumbach und Kühnhofen gesperrt. Ab kommenden Montag soll sie freigegeben und der zweite Bauabschnitt begonnen werden. | Foto: E. Bodendörfer2020/11/20201112-081419.jpg

SITTENBACHTAL – Wie läuft’s auf der Baustelle an der Staatsstraße im Sittenbachtal? Nachdem sich der erste Bauabschnitt um zwei Wochen verzögert hat, sind die Arbeiten dort nun auf der Zielgeraden. Kommende Woche soll der zweite Abschnitt in Angriff genommen werden. Ob dieser noch heuer fertig wird, hängt vor allem vom Wetter ab.

„Die Asphaltierungsarbeiten sind fertig, aktuell laufen Bankettarbeiten, und die Rohrdurchlässe an den Entwässerungsgräben werden erneuert“, erklärt Stefan Grötsch vom Bauamt Nürnberg. Laut Plan soll am kommenden Montag, 23. November, der erste Bauabschnitt fertig und der zweite begonnen werden. Dann wird die Straßensperre zwischen Kühnhofen und der Abzweigung nach Unterkrumbach aufgehoben und im Anschluss bis zur Abzweigung Kleedorf aufgebaut.

Weil das Wetter nicht mitspielte und sich die Telekom relativ kurzfristig entschlossen habe, auf dem 600 Meter langen Abschnitt komplett neue Kabel zu verlegen, konnte mit den Asphaltierungsarbeiten erst gut eine Woche später als geplant begonnen werden und nicht schon in den Herbstferien.

Zweite Vollsperrung

Infolgedessen mussten auch Linien- und Schulbusse einige Tage die große Umleitung über Hormersdorf und das Pegnitztal in Kauf nehmen. Laut Grötsch sei die Baustelle seit dieser Woche wieder für Busse freigegeben. Sobald die Asphaltierungsarbeiten am zweiten Bauabschnitt zwischen Unterkrumbach und Kleedorf starten, müsse diese Umleitung auch für den Schulweg wieder eingerichtet werden, so Grötsch.

Wann das allerdings der Fall sein wird, ist unsicher. Der Plan sei, die Straße noch vor Weihnachten zu asphaltieren, damit sie bis Jahresende befahrbar sei. Doch die Arbeiten sind witterungsabhängig. „Wir haben uns entschieden, jetzt auf Sicht zu arbeiten, so lange wie es eben geht“, sagt Grötsch. Sollte ein längerer Wintereinbruch bevorstehen, würde das Bauamt die Baustelle soweit absichern, dass der Verkehr während der kalten Jahreszeit durchfließen kann und die Arbeiten erst im Frühjahr wieder aufnehmen.

Probleme mit Verkehrsteilnehmern, die trotz der Sperre durch die Baustelle fahren, gebe es noch immer, verrät Grötsch. Auch das halte die Arbeiten auf, denn die Bagger müssten jedes Mal unterbrechen und auf die Seite fahren. Dabei hätten sie durchaus das Recht, den Fahrer zum Umkehren aufzufordern. „Manche schmeißen sogar die Absperrzäune um“, ärgert sich der Sachgebietsleiter.

Langsam fahren

Auch auf den Umleitungswegen, die vor allem Einheimische nutzen, gibt es mittlerweile Probleme. Fahrten über den Kleedorfer- und Großviehberg, den Siegersdorfer Berg, den Stöppberg oder über Oberkrumbach und Weißenbach sind zwar nicht offiziell als Umleitung ausgewiesen, werden von der Gemeinde Kirchensittenbach aber als Entgegenkommen für die Bürger angeboten. Doch mit zunehmendem Verkehr werden vor allem die Bankette in Mitleidenschaft gezogen.


Deshalb seien bereits vereinzelt Forderungen laut geworden, die Straßenränder herzurichten, sagt Bürgermeister Klaus Albrecht. „Solange aber die Sperre an der Staatsstraße noch besteht, können wir nichts machen, weil wir dadurch ja den Verkehr wieder blockieren würden“, erklärt der Rathauschef. Deshalb appelliert er an die Bürger, dort besonders aufzupassen und vor allem im Gegenverkehr rücksichtsvoll miteinander umzugehen. In Unterkrumbach sollte zudem darauf geachtet werden, nur Schrittgeschwindigkeit zu fahren.

Berge bleiben offen

Solange das Wetter hält und kein Wintereinbruch ansteht, wird die Gemeinde die genannten Umfahrungen für Autos offen halten, fügt Albrecht an. Denn die teilweise sehr steilen Berge wären eigentlich schon seit 1. November gesperrt. Außerdem plädiert er schon jetzt zu besonderer Vorsicht, wenn es in den zweiten Bauabschnitt geht: Dann nämlich werden einige die schmale Straße zwischen der Hopfengartenmühle und Unterkrumbach nutzen. „Wenn das nicht klappt und der Weg oder andere zu sehr überlastet werden, sehen wir uns gezwungen, sie zu sperren“, sagt Albrecht.

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