Straßenbau

Vollsperrung Richtung Kirchensittenbach wird verlängert

Das Staatliche Bauamt Nürnberg schickt Autofahrer wegen der Straßensanierung zwischen Kühnhofen und Kleedorf seit 12. Oktober auf eine lange Umleitung. Jetzt muss die Sperrung noch einmal bis 20. November verlängert werden. | Foto: Bayerische Vermessungsverwaltung 2020, EuroGeographics2020/11/redweb2020-10-06-St-2404-Oberbauverst.-K.jpg

KÜHNHOFEN/KLEEDORF – Die Vollsperrung der Staatsstraße 2404 im Sittenbachtal zwischen Kühnhofen und Kleedorf bleibt bis mindestens 20. November bestehen. Das Staatliche Bauamt Nürnberg gibt eine Reihe von Gründen für die Verlängerung an.

Seit 12. Oktober wird die wichtigste durchgehende Straßenverbindung im Sittenbachtal zwischen Kühnhofen und dem Abzweig nach Kleedorf saniert – mit erheblichen Einschränkungen für Anwohner, Pendler und Schulbusverkehr. Und das bleibt auch in den nächsten zwei Wochen so.

Das staatliche Bauamt listet in seiner Pressemitteilung dafür verschiedenen Gründe auf:

* Trotz intensiver Abstimmung mit den Leistungsträgern habe sich ein Telekommunikationsunternehmen erst während der laufenden Bauarbeiten entschlossen, bestehende Leitungen umfangreicher als vorgesehen auszubauen oder zu erneuern

* Wegen des nassen Wetters sei lediglich ein langsamerer Fortschritt bei den Erdarbeiten erreicht worden als ursprünglich gedacht.

* Zudem fahren trotz der Sperrung für den Allgemeinverkehr zahlreiche Verkehrsteilnehmer in die gesperrte Strecke ein und blieben im unmittelbaren Baubereich stecken, heißt es weiter. In der Folge muss rangiert, umgedreht oder der Bau kurzfristig unterbrochen werden. Der Baufortschritt werde dadurch erheblich beeinträchtigt.

Dringender Appell

Und das, obwohl lediglich Schulbusse und Rettungskräfte eine Ausnahmegenehmigung haben. Deshalb appelliert das Staatliche Bauamt noch einmal dringend an die Autofahrer, die Sperrung zu respektieren und die großräumige Umleitung zu benutzen.

Insgesamt stellt sich die Sachlage laut Staatlichem Bauamt „so dar, dass die Asphaltierungen im ersten Abschnitt nicht, wie ursprünglich geplant, in der Woche der Herbstferien abgeschlossen werden können, sondern erst zum 5. November beginnen“. Folglich entstehe trotz aller Bemühungen die Notwendigkeit, auch noch nach Ende der Herbstferien zu asphaltieren und somit die Sperrung des ersten Bauabschnitts bis Mitte November beizubehalten.

Puffer für Umfahrung

Im Busverkehr ergeben sich dadurch weiterhin erhebliche Einschränkungen für den Linienverkehr der VGN-Linie 338 (Hersbruck – Kirchensittenbach – Hohenstein) und den Schulbusbetrieb. Wie bereits seit Montag, 2. November, umfahren die Busse auch von Samstag, 7. November, bis Freitag, 13. November, den Bauabschnitt großräumig über das Pegnitztal. Hier gilt dann auch am Wochenende und an den Schultagen ein anderer Fahrplan. Durch die Umfahrung ändern sich nicht nur die Abfahrtszeiten. Um „Puffer“ für die zeitaufwendige Umleitungsstrecke zu erhalten, fahren die Busse im Sittenbachtal meist früher ab und kommen bei der Rückfahrt erst später an. Insgesamt kommt es zu deutlichen Verzögerungen für die Fahrgäste. An einigen Haltstellen sowie im Rufbusverkehr kommt es zudem zu Einschränkungen des Angebotes.

Der aktuelle Baustellenfahrplan kann über die Internetseite des Landkreises Nürnberger Land (www.nuernberger-land.de) eingesehen werden. Er ist auf der Landkreisseite über die Klicks „Verwaltung und Bürgerservice“ unter der Rubrik „Personennahverkehr/ VGN-Fahrplanauskunft“ erreichbar. Dort sind zusätzlich separate Übersichten über die Fahrtmöglichkeiten zur Grundschule Kirchensittenbach und zum Schulzentrum Hersbruck hinterlegt, um Eltern und Schülern den Überblick über die vorhandenen ÖPNV-Verbindungen aus den einzelnen Ortschaften zu erleichtern.

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Bei morgendlichen Fahrplanlücken erhalten die betroffenen Schüler vom jeweiligen Schulaufwandsträger Informationen über die Abwicklung der Beförderung. Soweit nach Unterrichtsende keine zeitnahe Rückfahrt möglich ist, sollte die nächste Fahrgelegenheit genutzt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt, am Ende des 2. Bauabschnittes, wird dann auch noch einmal ein anderer Baustellenfahrplan notwendig. Über diesen sowie seinen genauen Geltungszeitraum will das Staatliche Bauamt noch gesondert informieren.

Ganzer Zeitplan betroffen

Zum Hintergrund: Die bisherigen Planungen sahen vor, dass die ersten rund 600 Meter von Kühnhofen bis zur Gemeindestraße nach Unterkrumbach von Mitte bis Ende Oktober einschließlich der neuen Fahrbahndecke hergestellt werden. Allerdings kamen noch umfangreiche Arbeiten an den bestehenden Telekommunikationsanlagen dazu und das Wetter war auch nicht gerade auf der Seite der Baufirma. Hierdurch alleine ergaben sich bereits Verzögerungen, die sich auf den ganzen Bauablauf auswirken.

Die Sperrungen weiter auszudehnen oder gar unüberwindbar zu gestalten, um die trotzdem einfahrenden Lieferanten und Pendler aufzuhalten, komme für die Baufirma aktuell dennoch nicht in Betracht, weil sie damit auch die Rettungsdienste aussperren würde, teilt das Staatliche Bauamt mit und bittet zugleich „um erhöhte Vorsicht, Disziplin und Aufmerksamkeit im Umfeld von Baustelle und Umleitung, sowie weiterhin um Verständnis für die baubedingten Sperrungen“.

Weitere Informationen gibt es auf den Homepages der Gemeinden, oder unter www.stban.bayern.de.

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