Dreharbeiten in Winkelhaid im Gasthaus „Zur Linde“

Impressionen vom „Tatort“-Dreh

Am „Tatort“-Schauplatz: Regisseur Andreas Senn (Mitte) bespricht mit dem Kameramann die Anfahrtsszene2015/07/tatort1.jpg

WINKELHAID – Der „Tatort“-Dreh am Freitag in Winkelhaid begann mit den ersten Aufbauarbeiten um zehn Uhr vormittags und dauerte bis in die späten Nachtstunden.

Die in der „Linde“ gedrehten Szenen spielen dann im fertigen „Tatort“ „nach Feierabend“ und „beim Frühstückstisch“. Einen Mord gab es dort jedenfalls nicht – die Wirtin Barbara Thorak zeigte sich erleichtert. Dazu kam noch eine „Anfahrtsszene“ zur Gastwirtschaft, mehr war zunächst nicht herauszufinden.

Komplettes Team vor Ort

Der Bayerische Rundfunk war mit dem kompletten Dreh-Team angerückt: Zwei Lkw, sechs Transporter, zwei große Wohnmobile und etliche Pkw säumten die Hauptstraße, an der zu diesem Anlass über mehr als 200 Meter absolutes Halteverbot herrschte. Am Abend war die Straße für den Durchgangsverkehr dann komplett gesperrt. In sicherer Distanz, etwa 50 Meter entfernt, war für die Schauspieler ein abgeschirmter Aufenthaltsbereich angemietet worden.

Alle Hauptdarsteller beteiligt

Da alle vier Hauptdarsteller beteiligt waren – Hauptkommissarin Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel), Hauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs), Kommissarin Wanda Goldwasser (Eli Wasserscheid), Kommissar Sebastian Fleischer (Andreas Leopold Schadt) und der Leiter der Spurensicherung Michael Schatz (Matthias Egersdörfer) – waren natürlich neben den Kameramännern, Licht- und Tontechnikern auch die komplette Garderobe, Requisite, Maske bis hin zur Cateringmannschaft vertreten. Nicht zu vergessen, die vielen Helfer, die für Auf- und Umbauarbeiten zuständig waren. So wurde z. B. der Eingangsbereich komplett mit schwarzen Tüchern verhängt und alle Fenster der Gastwirtschaft verdunkelt.

Und dann war da noch der Aufnahmeleiter der Produktion, dessen Aufgabe es nicht nur war, dass alles wie am Schnürchen ablief, sondern der auch dafür sorgte, dass keine Aufnahmen aus unmittelbarer Nähe gemacht werden konnten – er verwies an die Presseabteilung des BR – und hielt die Schaulustigen und Interessierten auf Distanz.

Regisseur Andreas Senn hingegen freute sich über das Interesse der Zuschauer und der Presse. Erstaunlich bei all der eher hektischen Betriebsamkeit am Set war seine freundlich-gelassene Haltung.

Welchen Raum die im „Gasthaus zur Linde“ in Winkelhaid gedrehten Szenen einnehmen werden, wird die Ausstrahlung des „Franken-Tatort“ mit dem Titel „Das Recht sich zu sorgen“ im Frühjahr 2016 zeigen.

N-Land Erich W. Spieß
Erich W. Spieß