Neuer Standort im Frühjahr

Käfig-Kick künftig beim „Club“?

Vor gut einem Jahr bauten die Vereinsmitglieder des DAV Hersbruck den Fußballkäfig hinter der Hopfensiegelhalle ab, um Platz für ihre geplante Kletterhalle zu machen. Im Frühjahr könnte die bei Hersbrucks Jugend beliebte Freizeiteinrichtung beim 1. FC Hersbruck ihre Comeback erleben. | Foto: K. Bub2017/10/8493423.jpg

HERSBRUCK – Wann dürfen wir wieder im Käfig kicken? Diese Frage treibt viele Jugendliche in Hersbruck um, seit ihr beliebter Treffpunkt hinter der Hopfensiegelhalle vor gut einem Jahr abgebaut wurde, um Platz für die Kletterhalle des DAV Hersbruck zu machen. Jetzt zeichnet sich ab: Der Fußballkäfig gibt im Frühjahr sein Comeback – wahrscheinlich beim 1. FC Hersbruck.

In der jüngsten Sitzung des Hersbrucker Bauausschusses bat Grünen-Stadträtin Dr. Ulrike Eyrich bereits um Auskunft, doch Bürgermeister Robert Ilg blieb bei seiner Antwort bis auf die Aussage, vor dem Winter kein Provisorium mehr vom Zaun brechen zu wollen, (noch) etwas vage.

Auf Nachfrage der HZ ließ sich der Rathauschef jetzt etwas genauer in die Karten blicken. Seine ursprüngliche Variante, den Käfig einfach ein paar Meter weiter westlich zwischen Realschule und künftiger Kletterhalle wieder aufbauen zu lassen, ist aktuell nur noch Plan B. „Charmanter“ fände Ilg die vom „Club“-Vorsitzenden Thomas Paul angestoßene Idee, ihn neben den Tennisplätzen des 1. FC Hersbruck zu errichten – natürlich öffentlich zugänglich, wie er unterstreicht.

Die Verwaltung des 1. FC Hersbruck „begrüßt das Vorhaben“, bestätigte Thomas Paul der HZ. Nachdem die Mountainbiker ihre auf dem vorderen Teil der Tennisanlage zwischen dem A-Platz des „Clubs“ und dem Gelände der Eintracht angelegte Pump Track nicht mehr nutzen, möchte der Verein dort einen Platz für das Athletiktraining seiner Kicker schaffen. „Da würde der Käfig gut hinein passen“, so Paul.

Der Stadtjugendrat hat den Vorschlag laut Ilg „eindeutig für gut befunden“ und auch die Schulleiter hätten sich dem neuen Standort gegenüber aufgeschlossen gezeigt. Den Stadträten habe er die neue Idee ebenfalls schon vorgestellt.


Allerdings könnte das Amt für Landwirtschaft in Uffenheim dem Vorhaben noch die „rote Karte“ zeigen – weil der Löwenanteil der Kosten für den 2009 aufgestellten Käfig aus dem EU-Förderprogramm „Leader“ stammt, für dessen Vergabe die Behörde zuständig ist. „Wir haben zwar damals argumentiert, dass wir den Käfig nahe bei den Schulen haben wollen“, sagt Ilg, „aber ich bin guter Dinge, dass Uffenheim nichts gegen den Umzug hat.“

Geht alles glatt, wird der Fußballkäfig (wieder) Teil einer attraktiven „Hersbrucker Sportmeile“, sagt Ilg – vom Flugplatz der Luftsportgemeinschaft über die Fußballplätze der Eintracht und des 1. FC Hersbruck über die Kletterhalle, den Schulsportplatz mit seinen inzwischen freilich ziemlich in die Jahre gekommenen Leichtathletikanlagen sowie die Dreifach-Turnhalle hinüber zum Basketball-Freiplatz und der Skateranlage am Chotieschauer Weg und schließlich weiter zur TV-Turnhalle. „Das kann sich doch absolut sehen lassen“, sagen Ilg und Paul unisono.

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