Schickedanz- und Küchle-Areal als Mischgebiet

Hersbruck: Wohnungen und Läden im Stadtkern

Momentan ist das Schickedanz-Areal eine Bienenweide. Künftig sollen dort Wohnungen und Läden entstehen. Wie und was genau, ist noch offen. Foto: J. Ruppert
Momentan ist das Schickedanz-Areal eine Bienenweide. Künftig sollen dort Wohnungen und Läden entstehen. Wie und was genau, ist noch offen. Foto: J. Ruppert2016/06/7218762.jpeg

HERSBRUCK – Wer in der jüngsten Stadtratssitzung in Sachen Schickedanz-Areal schon auf einen großen Wurf gehofft hatte, der wurde enttäuscht. Der Hersbrucker Bauausschuss hat nur festgelegt, welches Gebiet neu geordnet werden soll. „Es ist ein Signal, dass eine Veränderung kommt, über Art und Maß der Bebauung sprechen und entscheiden wir erst noch“, sagte Bürgermeister Robert Ilg.

Wie berichtet, hat der Hohenstädter Bauunternehmer Walter Maisel die seit Jahren brach liegende Fläche am Rande der Hersbrucker Innenstadt gekauft. In einer nicht öffentlichen Sitzung wurde dem Bauausschuss im vergangenen April das Konzept für die künftige Nutzung vorgestellt. Bei einigen Wünschen des Investors ist es nötig, dass die Stadträte den Bebauungsplan ändern.

Mischgebiet angedacht
So soll das Schickedanz-Areal zum Mischgebiet (derzeit Kerngebiet) werden. Das ermöglicht das Errichten von Wohnungen neben Handel und Gewerbe. Nach den bisherigen Vorgaben hätte sogar eine Tankstelle genehmigt werden müssen. Robert Ilg erteilte solchen (an sich nur spöttisch gemeinten) Spekulationen eine klare Absage. Auch Industrie kommt nicht auf das Grundstück. Weitere Änderungen betreffen die Zahl der Geschosse, Gebäudehöhen, Anordnung der Parkplätze, Baugrenzen, Gliederung der Gebäudekomplexe, Dacherker, Kniestöcke und mehr.

Neuer Tekturplan
Damit die Verwaltung einen neuen Tekturplan entwerfen kann, musste der Bauausschuss lediglich den „Umgriff“ bestimmen. Bürgermeister Robert Ilg und die Stadträte entschieden, neben dem Schickedanz-Gelände auch die direkt angrenzenden Grundstücke wie Blumen-Küchle neu zu ordnen, also das rund 6300 Quadratmeter große Gebiet innerhalb von Poststraße, Lohweg und Dr.-Gustav-Schickedanz-Straße.

Ulrike Eyrich hätte gerne sofort den Bereich Wohnungen auf eine Größenordnung von mindestens 50 Prozent festgelegt. „Es geht diesmal noch nicht um die Inhalte des Tekturplanes, weitergehende Fragen sind nicht seriös zu behandeln“, wies Robert Ilg hin.

Guido Schmidt sprach dem Bürgermeister und der Verwaltung das Vertrauen aus, bei dem „hochspannendem Themenfeld“ eine gute Lösung zu finden. Der Rathauschef sagte offen, dass er mit Bauunternehmer Walter Maisel Gespräche führen wird. Der Entwurf des Tekturplanes kommt dann in den Bauausschuss und wird dann eingehend beraten.  Außerdem prüft Hersbruck, ob Städtebaufördermittel für das Projekt zur Verfügung stehen.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Weekli. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen