Platz am Chotieschauer Weg

Fußballkäfig wird 2019 wieder aufgestellt

Diese Jugendlichen testen schon mal den neuen Standort des Fußballkäfigs. | Foto: R. Haase2018/11/Fussballkaefig4.jpg

HERSBRUCK – Viele junge Kicker warten schon sehnsüchtig auf den Wiederaufbau ihres heiß geliebten Fußballkäfigs, der vor rund zwei Jahren dem Neubau der DAV-Kletterhalle weichen musste. Nun ist es sicher: Der eingezäunte Mini-Bolzplatz, der Jugendlichen die Möglichkeit bietet, sich fußballerisch auszutoben, wird am Chotieschauer Weg zwischen Basketball- und Verkehrsübungsplatz wieder aufgestellt.

Noch stehen die Jungs und Mädchen der Klasse 9 a der Grete-Schickedanz-Mittelschule auf einem kargen Stück Rasen. Zwei pinke Holzpfosten markieren schon die Stelle, an der im Frühjahr 2019 der Fußballkäfig seinen neuen Standort finden soll. Gerne haben die Schüler in dem Käfig, der einst auf dem Gelände des ehemaligen Jugendtreffs in der Happurger Straße stand, gespielt und darin sogar richtige Fußballturniere ausgetragen. „Wir haben uns damals schon aufgeregt, als er weggekommen ist“, sagt der 15-jährige Schüler Niclas Rösler. Jetzt freuen sich die Jungs und Mädchen, dass sie bald wieder spielen können, so auch Kickerkollege und Klassenkamerad Deniz Yilmazer: „Ich werde auf jeden Fall dann im Sommer mit meinen Freunden wieder herkommen.“

Baubeginn im Frühjahr
Mit den Bauarbeiten für den „neuen, alten Kicker-Bereich“ wird laut DAV-Vorsitzendem Peter Dischner im Frühjahr begonnen, „sobald es die Witterung zulässt“. Der Verein hatte sich verpflichtet, die Fußball-Attraktion auf einem von der Stadt ausgewiesenen Gelände auf eigene Kosten wieder zu installieren. Dischner rechnet mit einem Gesamtbetrag von mindestens 40  000 Euro: „Der Zaun wird von einer Firma aufgestellt und dann braucht man noch einen Bagger, der zirka 50 Zentimeter tief gräbt, Schotter, Asphalt und einen speziellen Sportbelag.“

Das Gelände wurde mit Bedacht ausgewählt. Dabei standen mögliche Flächen bei der Hopfensiegelhalle in der Nähe des alten Standorts, ein Gelände neben den beiden Tennisplätzen des 1. FC Hersbruck und der nun gewählte Ort am Chotieschauer Weg zur Debatte. Vor allem der Stadtjugendrat (SJR), aber auch Vertreter der Schulen wurden in die Entscheidung über die Wahl mit einbezogen.

Mitglieder des SJR haben sich zum Beispiel die jeweiligen Entfernungen und Laufwege zu den möglichen Standorten genau angeschaut und ganz im Sinne der Jugendlichen argumentiert. Die zentrale Lage am Chotieschauer Weg, die Nähe zu den Schulen und zu anderen Sportmöglichkeiten trugen maßgeblich zur Entscheidung bei.

Nicht nur diese politische Meinungsfindung hat den Wiederaufbau der Sportstätte hinausgezögert. Laut Hersbrucks Stadtbaumeister Lothar Grimm musste auch bei der Erstellung des Bauantrages im Vorfeld einiges berücksichtigt werden: Da der Kicker-Käfig im Jahr 2009 im Rahmen des EU-Förderprogramms „Leader“ errichtet worden war, kann er nicht ohne offizielle Erlaubnis anderswo hingestellt werden. Hierzu musste zunächst die zuständige Behörde, das Amt für Landwirtschaft in Uffenheim, „grünes Licht“ geben. Auch Lärm- und Hochwasserschutzbedingungen müssen eingehalten werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass eine Gashochdruck- und eine Telekommunikationsleistung den neuen Platz unterirdisch kreuzen. Außerdem musste eine alte Eiche weichen, damit der Käfig dort gefahrenfrei an der Grenze zum Verkehrsübungsplatz direkt neben dem Basketballfeld aufgebaut werden kann. „Wir haben den Wert des Baumes ermitteln lassen und werden für gleichwertigen Ersatz im Stadtgebiet sorgen“, beruhigt Grimm.


Patricia Himml, Vorsitzende des Stadtjugendrates, erklärt, warum sich der SJR für diese neue Lage in der Nähe der Schulen und inmitten anderer Sportmöglichkeiten starkgemacht hat: „Gerade Fußball ist bei den Jugendlichen ein beliebter Sport. Wir wollten ein zentrales, gemeinsames Zentrum für sportliche Aktivität schaffen.“

Mittags eine Attraktion
Das ist eine gute Nachricht für Jugendliche, denn vor allem während der längeren Pause vor dem Nachmittagsunterricht war der 10 x 15 Meter große und mit hohen Zäunen abgegrenzte Hartplatz sehr begehrt. Und das nicht nur bei den Jungs, was die 15-jährige Helin Kalindamar beweist: „Am Anfang war es für uns Mädchen schwer. Die Jungs haben uns nicht mitspielen lassen, aber dann haben wir gegeneinander gespielt und am Ende immer zusammen.“ Auch sie kickt gerne und freut sich, bald wieder bolzen zu können.  Neben der Möglichkeit Fußball zu spielen, können sich die Jugendlichen auch am angrenzenden Klettergerüst austoben, Skateboarden, beim Basketball Körbe werfen oder Volleyball spielen.

Um das Sport- und Gemeinschaftsvergnügen perfekt zu machen, will die Stadt das Sportareal im kommenden Jahr zudem noch mit mehr Sitzmöglichkeiten und Mülleimern ausstatten.                                                                                  Rebecca Haase

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