Vor allem in der Gastrobranche

Gewerkschaft: Corona hat im Nürnberger Land viele Minijobs gekostet

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NÜRNBERGER LAND – Durch die Pandemie und die staatlichen Corona-Maßnahmen sind im Nürnberger Land zahlreiche Minijobs verloren gegangen. Besonders stark davon betroffen war die Gastronomiebranche. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin, die sich auf Zahlen der Agentur für Arbeit beruft.

Demnach gab es Mitte 2021 im Landkreis 15 200 Stellen auf 450-Euro-Basis – und damit 530 weniger als noch Mitte 2019. Alleine 390 dieser weggefallenen Jobs entfielen auf die Gastro-Branche. 

„450-Euro-Kräfte zählen zu den Hauptverlierern der Pandemie. Von der Küchenhilfe im Restaurant bis zur Verkäuferin an der Bäckereitheke – viele Minijobber leben in ständiger Angst, gekündigt zu werden. Dabei haben sie weder Anspruch auf das Arbeitslosen- noch auf das Kurzarbeitergeld“, kritisiert Regina Schleser, Geschäftsführerin der NGG-Region Nürnberg-Fürth. 

Warnung vor unsicheren Jobs

Die Gewerkschafterin warnt davor, dass künftig mehr Menschen in solche unsicheren Jobs abrutschen könnten. „Wenn die Bundesregierung die Verdienstgrenze bei den Minijobs anhebt, dann dürfte das viele reguläre Arbeitsplätze verdrängen“, so Schleser. Die Koalition will in Minijobs künftig bis zu 520 Euro Verdienst ermöglichen – ohne Pflicht etwa zur Arbeitslosenversicherung.

Vor allem bei der Kurzarbeit hätten Minijobber „in die Röhre geguckt“, heißt es von der NGG. Sie hätten oft gleich ihre Stelle verloren. Und im Alter drohe ihnen Armut.

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