Tragischer Unfall beim Aufstellen

Moosbacherin von Kirchweihbaum erschlagen

Nach dem Unfall sicherten Feuerwehrleute den Unglücksort ab, jetzt ermittelt die Kripo. Foto: Blinten
Nach dem Unfall sicherten Feuerwehrleute den Unglücksort ab, jetzt ermittelt die Kripo. Foto: Blinten2015/07/kirchweih-unfall.jpg

MOOSBACH – Tragischer Unfall beim Aufstellen des Kirchweihbaums in Moosbach: Eine Anwohnerin, die sich das Spektakel anschauen wollte, wurde von dem fallenden Baum erschlagen.

Moosbach trauert, die Kirchweih wurde sofort abgesagt. Feuerwehrleute, Anlieger und Kirchweihburschen  lagen einander kopfschüttelnd in den Armen im oft vergeblichen Bemühen, einander Trost zu spenden. Wie konnte das passieren? Die Gesichter der Kärwa-Burschen spiegelten Fassungslosigkeit und Trauer.

Unmittelbar nach dem Unglück war die Kripo vor Ort und hatte Ermittlungen aufgenommen. Gesprochen haben die Beamten mit allen am Baumaufstellen beteiligten Männer und können deshalb einen Ablauf des Geschehens rekonstruieren. Als die Kärwa-Burschen bemerkten, dass der mächtige Stamm beim Aufstellen plötzlich instabil wurde und wegrutschte, erscholl der Ruf: "Baum fällt!" Woraufhin alle vom fallenden Kirchweihbaum wegrannten. Die zu Tode gekommene Zuschauerin allerdings lief genau in die entgegengesetzte Richtung – in den herabfallenden Stamm hinein. Die Frau erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch am Unfallort verstarb. Eine Stunde lang kämpften Notarzt und Rettungssanitäter vor Ort um das Leben der Frau, es gelang nicht mehr, die Verunglückte zu reanimieren.

Die Verstorbene stand zwei Jahre vor der Rente, beim SV Moosbach war sie seit Jahren im Vorstand engagiert. Ein Neffe spielt in der Ersten, weshalb man das Pokalspiel des SV Moosbach gegen  Röthenbach St. Wolfgang sofort absagte. Abgebrochen wurde das Testspiel der zweiten Mannschaft, als der Unfall im Ort bekannt wurde.

In Feucht ging man am Samstag auf Nummer sicher: Nachdem eine Woche zuvor die abgebrochene Spitze von der Feuerwehr auf den aufgestellten Stamm aufgesetzt worden war (wir berichteten), haben Feuerwehrleute jetzt dem Baum beseitigt. In den Orkanböen am Samstag schwankte der bereits angeschlagene und geflickte Baum bedenklich hin und her, so dass die Wehr eingreifen musste und ihn Stück für Stück absägte. 

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