Altdorfer Autorin spendet Teilerlös aus Buchverkauf

„Der Hase im Mond“ soll die Lebenshilfe unterstützen

Regina Fritsch, die als Emmy Pfeiffer – eine Hommage an die Großmutter – publiziert, liest aus ihrem zweiten Buch „Der Hase im Mond”, dessen Teilerlös sie der Lebenshilfe spendet. | Foto: Sabine Schreier2022/02/BuchLebenshilfe.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Emmy Pfeiffer, Autorin aus Altdorf, spendet einen Teilerlös aus dem Verkauf ihres ersten Buches an die Lebenshilfe Nürnberger Land. In „Der Hase im Mond“ schreibt Pfeiffer von einer Reise nach Indien.

Allein der Titel „Der Hase im Mond“ macht Lust darauf, das Buch von Emmy Pfeiffer zu lesen. Anders als zunächst vermutet, geht es nicht etwa um eine Ostergeschichte oder einen Tierroman. Das Buch beschreibt frisch und lebendig die Reise-Erinnerung an Indien der Autorin als Studentin. Der Buchtitel „Der Hase im Mond“ kommt nicht von ungefähr. Während die westliche Welt den „Mann im Mond“ sieht, glauben Inder im Erdtrabanten den Hasen zu sehen.

Und Emmy Pfeifer, die im wirklichen Leben Regina Fritsch heißt und Leiterin des Familienentlastenden Diensts der Lebenshilfe Nürnberger Land in Lauf-Schönberg ist, erzählt auf 235 Seiten eindrucksvoll, wie sie 2002 Indien erlebt hat.

Viel Zeit im Lockdown

Geschrieben hat die Altdorferin das Buch während des Lockdowns 2021: „Da hatte ich ja viel Zeit. Beim Ausmisten ist mir dann auch das Tagebuch meiner Studienreise nach Indien, mit etlichen Erinnerungen und Mitbringseln, wieder in die Hände gekommen und ich fing an, darin zu lesen. Sofort waren die Zeit, die Erlebnisse und auch die Gerüche wieder präsent.“

Schon nach der Rückkehr ihrer Indienreise wollte Regina Fritsch ihr Tagebuch in Buchform bringen. Doch zwischen beruflichem Alltag, Fortbildungen und vielen Hobbys stellte sie ihr Buchprojekt immer wieder hinten an. „So mussten fast 20 Jahre vergehen und diese Pandemie kommen, die vielen Menschen mehr Zeit schenkte, als ihnen lieb war“, resümiert Fritsch.

Dankbarkeit für das eigene Leben

Die Erinnerungen, in 48 Kapiteln nachzulesen, haben aber nichts an Aktualität und Spannung für Lesende verloren und können ab sofort für 14 Euro bestellt werden per E-Mail. Zwei Euro aus jedem verkauften Buch spendet die Autorin. „Auch durch diese Reise habe ich früh gelernt, dankbar für mein eigenes, gutes Leben zu sein und ich bin auch überzeugte Christin“, sagt Fritsch.

Sie selbst arbeitet in einer Einrichtung der Behindertenhilfe und weiß, dass es auch hierzulande Not und Hilfebedarf gibt, wenn natürlich anders und nicht mit Indien vergleichbar.

Geld für ein Eis beim Ausflug

„Es liegt nahe, Geld für die eigene Einrichtung, für unsere Gruppenangebote im Familienentlastenden Dienst zu sammeln“, findet die Autorin und erläutert: „Bei Gruppenausflügen, wie ein Tiergarten- oder Schwimmbadbesuch, haben unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Behinderung oft kein oder so wenig Taschengeld dabei, dass es nicht einmal für ein Eis oder ein Getränk reicht. Wir können jeden Cent gut gebrauchen und vielleicht dann mit einer vermeintlichen Kleinigkeit Menschen Freude schenken.“

Videoporträt über die Autorin aus Youtube

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Hommage an die Oma

Und auch hinter dem Pseudonym Emmy Pfeiffer – es ist schon ihr zweites Buch – steckt eine kleine Geschichte. „Es ist eine Hommage an meine Großmutter, die ich leider nie persönlich kennengelernt habe. Wir haben aber offenbar viel gemeinsam. Auch sie liebte das Lesen, liebte Bücher und wir sehen uns zum Verwechseln ähnlich“, erläutert Regina Fritsch.

Die Autorin hat eine Seite auf Facebook und ist hier als Emmy Pfeiffer zu finden. Bestellungen nimmt sie per Mail an [email protected] entgegen. Begleitend zum Verkaufsstart „Der Hase im Mond“ hat die Lebenshilfe Nürnberger Land auch ein Videoporträt rund um die Autorin Emmy Pfeiffer auf YouTube („Der Hase im Mond“ und der gute Zweck) gestellt (siehe oben im Text).

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