Fahrzeug und Hilfsgüter gespendet

Ein Bus voller Hoffnung aus Hersbruck für Nowa Uschyzja in der Ukraine

In Brünn übergaben die Hersbrucker den Bus mit allen Hilfsgütern an die Freunde aus Nowa Uschyzja. | Foto: Stadt Hersbruck2023/01/05e2846de8a6a228abe816dbbe3f1181d2e6d8ff_max1024x.jpeg

HERSBRUCK – Ein Hilfstransport ist vom Hersbrucker Plärrer nach Nowa Uschyzja in der Ukraine gestartet. Neben vielen Hilfsmitteln und technischen Geräten bleibt auch der Bus dort. Die Stadt Hersbruck und zahlreiche Unterstützer erfüllten Freunden aus der Ukraine damit viele in einem Hilferuf geäußerte Wünsche.

Nowa Uschyzja in der Ukraine ist seit vielen Jahren mit Hersbruck befreundet. Wer sich erinnert: Vor Jahrzehnten gab es einen Hersbrucker Verein zur Humanitären Hilfe für die Stadt nahe der Grenze zu Moldawien. Nach langen Jahren, in denen man nicht viel voneinander hörte, kam durch den seit Ende Februar 2022 tobenden Krieg wieder ein Kontakt zustande und auch der Hilferuf des Bürgermeisters von dort nach verschiedenen Hilfsmitteln.

Wertvolle Vermittlungsarbeit

Finanziert über ein Bundesförderprogramm hat die Stadt Hersbruck dann versucht, die notwendigen Geräte zu beschaffen. Stadtrat Guido Schmidt hat dazu sehr viel Vermittlungsarbeit geleistet.

Mehrere Krankenhausbetten, OP-Lampen, Reanimationsausstattungen, aber auch Motorsägen und sonstige Hilfsgüter haben sich nun am Wochenende, von den Kameraden der Feuerwehr Hersbruck akribisch „eingebaut“ und perfekt gesichert, in einem Bus der Firma Pickel auf den Weg nach Brünn an der tschechischen Grenze gemacht.

Dort trafen Bürgermeister Robert Ilg und die Stadträte Volker Hegel und Armin Steinbauer die ukrainischen Freunde. Der Bürgermeister von Nowa Uschyzja, sein Vize, ein Fahrer und eine Übersetzerin fuhren dazu mit der Bahn nach Tschechien.

Damit der Hilfstransport alle dort benötigten Güter in die Ukraine bringen konnte, halfen im Vorfeld eine ganze Reihe Hersbrucker tatkräftig mit. (Foto: Stadt Hersbruck)
Damit der Hilfstransport alle dort benötigten Güter in die Ukraine bringen konnte, halfen im Vorfeld eine ganze Reihe Hersbrucker tatkräftig mit. (Foto: Stadt Hersbruck)

Schließlich sollten nicht nur die Hilfsgüter übergeben werden, auch der Pickelbus wechselte den Besitzer und befördert nun Menschen in der Ukraine. Ein Bus war der große Wunsch der Ukrainer. Gefunden haben ihn die Hersbrucker bei Paul Pickel. Der hat seinen älteren Reisebus abgetreten, mit dem er schon unzählige Fahrten veranstaltet hat. Persönlich hat er ihm Lebewohl gesagt, als sich am Sonntagmorgen alle Beteiligten bei der Feuerwehr trafen.

Im Bus befanden sich unter anderem auch OP-Betten, die sich die Ukrainer gewünscht hatten. (Foto: Stadt Hersbruck)
Im Bus befanden sich unter anderem auch OP-Betten, die sich die Ukrainer gewünscht hatten. / Foto: Stadt Hersbruck

Volker Hegel und Armin Steinbauer brachten den Bus an die Grenze. Robert Ilg fuhr hinterher und nahm die beiden wieder mit nach Hause. Überschwänglich wurden sie von den Ukrainern mit Fahnen und kleinen Geschenken in Brünn empfangen.

„Einen Bus habe ich auch noch nie beschafft“, meinte Wolfgang Klebl von der Stadtverwaltung. Der stellvertretende Kämmerer war die Wochen vorher gut beschäftigt mit der Beschaffung der Hilfsgüter und dem dazu notwendigen Budget.

Über ein Förderprogramm der Bundesregierung konnte er die notwendigen Mittel beantragen, die bis auf einen Eigenanteil auch genehmigt wurden. Diesen nicht ganz unerheblichen Eigenanteil übernahm spontan der Hersbrucker Lions-Club, dessen engagierte Mitglieder dafür allesamt binnen nur eines Tages dem Beschluss zustimmen mussten.

In Brünn übergaben die Hersbrucker den Bus mit allen Hilfsgütern an die Freunde aus Nowa Uschyzja. (Foto: Stadt Hersbruck)
In Brünn übergaben die Hersbrucker den Bus mit allen Hilfsgütern an die Freunde aus Nowa Uschyzja. / Foto: Stadt Hersbruck

„Ich bin überaus dankbar für die Hilfe, die wir hier von allen Seiten erhalten haben. Das war ein großartiges Miteinander“, freut sich der Bürgermeister. Er hofft, dass die Hersbrucker Lieferung „ein kleiner Beitrag ist, damit es den Freunden in der Ukraine in diesen schlimmen Zeiten etwas besser geht“. 

Autorin: Christl-Schäfer Geiger/ Stadt Hersbruck

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