Ab Donnerstag im Landkreis

„Click and Meet“ bald wieder erlaubt

Ab Donnerstag können Kunden wieder in die Geschäfte – unter bestimmten Voraussetzungen. | Foto: Andrey Popov/Getty Images2021/04/fdfdfsfsdfds.jpg

NÜRNBERGER LAND — Mit Inkrafttreten der Bundesnotbremse verboten, bald wieder erlaubt: Ab Donnerstag dieser Woche darf der Einzelhandel im Nürnberger Land wieder „Click and Meet“ anbieten, also das Einkaufen mit Termin und negativem Coronatest.

Fünf Tage in Folge lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Nürnberger Land nun unter der 150er-Marke, von Freitag bis einschließlich Dienstag. Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, die das überarbeitete Infektionsschutzgesetz des Bundes für Lockerungen im Handel nennt.

Nach der Fünf-Tages-Frist dauert es noch bis zum übernächsten Tag, also in diesem Fall bis Donnerstag, bis erstmals wieder mit Termin und Test eingekauft werden darf. Morgen muss das Landratsamt per öffentlicher Bekanntmachung das Unterschreiten des Werts mitteilen.

Das Verbot von „Click and Meet“ war in der Nacht zum Samstag in Kraft getreten – für viele überraschend. Selbst das Landratsamt wies erst am Samstagabend darauf hin, dass alle Geschäft „ab sofort“ wieder zu „Click and Collect“ zurückkehren müssten.

Die Notbremse greift

Dabei war das eine direkte Folge der neuen Bundesnotbremse. Zwar lag der Inzidenzwert im Landkreis zu diesem Zeitpunkt bereits unter 150, doch der laut Gesetz maßgebliche Zeitraum war Dienstag bis Donnerstag vergangener Woche – und da war die 150 noch überschritten.

Aktuell beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 131,7. Sollte sie wieder über den Grenzwert steigen, so droht eine erneute Verschärfung. In dem Fall kommt es darauf an, ob die Inzidenz drei aufeinanderfolgende Tage jenseits der 150 liegt. Ab dem übernächsten Tag wäre wieder nur „Click and Collect“ erlaubt.

„Die Situation ist momentan so verworren, dass keiner mehr weiß, was er tun darf“, hatte Jürgen Oriold, Bezirksvorsitzender des Handelsverbands, bereits am Sonntag im Gespräch mit der Pegnitz-Zeitung kritisiert.

Heute kündigte die Staatsregierung an, Gartenmärkten sowie dem Bücher- und Blumenhandel schon ab Mittwoch die inzidenzunabhängige Öffnung zu ermöglichen, wie in der Bundesnotbremse vorgesehen. Für Baumärkte gilt dies aber wohl nicht. Bis Mitte April waren sie in Bayern auch inzidenzunabhängig geöffnet.

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