Neue Ortsverbindungsstraße

Ezelsdorf und Buch: 1700 Meter, die verbinden

Bei strahlendem Einweihungswetter durchschnitten das Band die Bürgermeister Kratzer und Meyer (4.und 5. v.l), Landrat Gailler (3.v.r.), stellvertretende Landrätin Trinkl (6.v.r.) sowie Bauausführende, Geistliche und Gemeinderatsmitglieder. | Foto: Spandler2019/09/Ezelsdorf-Ortsverbindungsstrasse-Einweihung.jpg

EZELSDORF/BUCH. In rekordverdächtiger Zeit wurde das Straßen-Verbindungsstück mit Geh- und Radweg zwischen Ezelsdorf und Buch in der Gemeinde Postbauer-Heng in diesem Sommer ausgebaut. Nun wurde die knapp 1700 Meter lange Strecke eingeweiht.

Da der Burgthanner Anteil mit 1100 Metern deutlich länger ist als der Postbauerer, lag die Federführung der beiden Bauherren Burgthann und Postbauer-Heng auch bei den Franken, erklärte der Burgthanner Rathauschef Heinz Meyer in seiner Begrüßung.

Er ging dabei auch auf die „innige Gemeinschaft“ der beiden so nahe beieinander liegenden Ortschaften und auf die Rolle der Verbindungsstraße ein, die nicht nur zwei Orte, sondern auch zwei Kommunen, zwei Landkreise und sogar zwei Regierungsbezirke, Mittelfranken und die Oberpfalz, miteinander verbinde.

Ausbau schon lange eine Thema

Wichtig war ihm, wie auch allen anderen Grußrednern, die Tatsache, dass die Zusammenarbeit mit den Anliegern, die für das Bauprojekt Grund abtraten, problemlos funktionierte. Immerhin 25 Grundeigentümer mussten hier Flächen abgeben.

Dass man nun eine so „wunderbare Straße“ habe, verdanke man den beteiligten Planern, Firmen und genehmigenden Behörden, darunter die Firma Petter Ingenieure und das Bauunternehmen Josef Rädlinger, der Geotechniker Prof. Jörg Gründer und die Landschaftsplanerin Erika Fiedler sowie der zuständige Vertreter der Regierung von Mittelfranken, Markus Wölfel.

Der Ausbau sei in Burgthann schon länger ein Thema gewesen, man habe aber zunächst davon Abstand genommen, weil noch vor kurzem etliche Anlieger im Ortsbereich zur Kasse gebeten worden wären.

Nun, nach der Abschaffung der Beitragspflicht, war das Projekt schnell in greifbare Nähe gerückt, man habe eine „anständige Straße geschaffen“, mit einer Breite von 5,50 Metern statt der bisherigen 4,50 Meter und einem Radweg von 2,50 Metern Breite.

Zwei Millionen Euro hat die gesamte Maßnahme gekostet, die Endabrechnung steht noch aus und auf eine Million Zuschuss hofft man – „je Gemeinde“, wie der Bürgermeister scherzhaft anmerkte. In dieser Kostenrechnung ist auch ein Stück neuer Wasserleitung von der Postbauer Straße bis zu den Tennisplätzen des FC Ezelsdorf sowie die Auswechslung der Kanalhaltung auf etwa 60 Metern enthalten.

Gemeinden arbeiten zusammen

Das gute Miteinander der beiden Gemeinden betonte auch Postbauers Bürgermeister Horst Kratzer, der den beiden Gemeinderäten für ihre Kooperation dankte und sich über eine „gute und sichere Verkehrsverbindung auch für Fußgänger und Fahrradfahrer“ freute.

Stellvertretende Landrätin Cornelia Trinkl sprach gar von einem „historischen Tag“ und erinnerte an all die Laufer Fachstellen, die bei dem Planungsprozess beteiligt waren. Wichtig war ihr, dass das Landratsamt für entsprechende Ausgleichsflächen in beiden Kommunen gesorgt hat.

Ihr Kollege Willibald Gailler, der dem Landkreis Neumarkt vorsteht, verwies in seiner Glückwunschadresse auf die Tradition, die die Zusammenarbeit zwischen Mittelfranken und der Oberpfalz mittlerweile hat, Stichwort AOM (Aktionsbündnis Oberpfalz – Mittelfranken). Die Straße sei ein schöner Beweis für die Sinnhaftigkeit der bezirksübergreifenden Arbeitsgemeinschaft.

Den kirchlichen Segen verliehen der katholische Ortsgeistliche Pfarrer Markus Fiedler und sein evangelischer Kollege, Pfarrer i. R. Werner Bauer aus Oberferrieden.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler