CSU auf Visite im Altdorfer Krankenhaus

Braucht es einen Rettungsschirm für Krankenhäuser?

Norbert Dünkel (3.v.l.) besuchte zusammen mit Stadtrat Bernd Eckstein (2.v.l.), der Vorsitzenden der Frauenunion Altdorf, Brigitte Dehn (4.v.l.) und CSU-Politikerin Irene Oedörfer (3.v.r.) das Krankenhaus in Altdorf. Geschäftsführer Dr. Thomas Grünberger (r.) und Chefarzt Dr. Adrian Vizireanu (2.v.r.) informierten die Gäste über die Entwicklungen des Krankenhauses in der Wallensteinstadt. | Foto: Büro Dünkel2022/10/Dunkel_CSU_KH-Altdorf-scaled.jpg

ALTDORF – Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel hat mit Vertretern der Altdorfer CSU das Krankenhaus besucht und sich mit Geschäftsführer Dr. Thomas Grüneberg und Chefarzt Dr. Adrian Vizireanu über die zukünftige Ausrichtung des Krankenhauses ausgetauscht.

Neben der stationären Entzugstherapie alkoholkranker Patienten, die ein in der Metropolregion einmaliges Angebot ist, wurde das Leistungsspektrum in Altdorf zuletzt im Bereich der Inneren Medizin ausgebaut. Vizireanu und seine drei Ober- sowie acht Assistenzärzte bieten in diesem Spektrum eine Vielzahl von Behandlungsmethoden an. Ein besonderer fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Gastroenterologie.

Die 79 Betten in Altdorf sind durchwegs zu einem hohen Prozentsatz belegt. Die Patienten kommen aus der gesamten Region, was die Bedeutung des Hauses unterstreicht. Grüneberg versicherte seinen Gästen, dass das Krankenhaus in Altdorf aus Sicht des Klinikums Nürnberg, zu dem Altdorf wie auch das Krankenhaus Lauf seit 2006 gehören, erhalten bleiben soll.

Mehr Geld für Pflegekräfte

Dennoch steht man auch in Altdorf vor einigen Problemen. Wie in fast allen Kliniken in Deutschland macht sich hier der Personalmangel insbesondere in der Pflege bemerkbar. Für Dünkel ist mehr Geld ein Teil der Lösung: „Die Attraktivität von Pflegeberufen muss erhöht werden. Dazu muss letztlich auch das Gehalt angepasst werden. Wir als Gesellschaft sollten die Arbeit in diesem Bereich deutlich mehr wertschätzen und entsprechend entlohnen.“

Neben dem Fachkräftemangel sind auch die hohen Energiepreise aktuell eine große Belastung für die Krankenhäuser. „Der Bund ist für die Betriebskosten der Krankenhäuser zuständig. Die Krankenkassen brauchen einen Ausgleich, damit sie Geld an die Krankenhäuser weitergeben können. Dies wurde bereits im Juni in der Gesundheitsministerkonferenz der Länder beschlossen. Leider hat das Bundesgesundheitsministerium hier noch kein Konzept vorgelegt“, erklärte Dünkel.

Der CSU-Politiker fordert daher, dass der von der Ampel angekündigte Rettungsschirm in Höhe von 200 Milliarden Euro nun auch für die Unterstützung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen genutzt werden müsse.

Für Dünkel ist zudem entscheidend, dass Bayern seine Unterstützung bei den Investitionskosten fortsetzt. Jedes Jahr stehen laut Dünkel circa 643 Millionen Euro des Freistaats für Investitionen zur Verfügung. „Hier dürfen wir nicht kürzen, auch wenn der Staat in Zukunft weniger Geld zur Verfügung hat. Nur moderne Krankenhäuser sind zukunftssicher“, so Dünkel am Ende des Besuchs in Altdorf.


Foto: Norbert Dünkel (3.v.l.) besuchte zusammen mit Stadtrat Bernd Eckstein (2.v.l.), der Vorsitzenden der Frauenunion Altdorf, Brigitte Dehn (4.v.l.) und CSU-Politikerin Irene Oedörfer (3.v.r.) das Krankenhaus in Altdorf. Geschäftsführer Dr. Thomas Grünberger (r.) und Chefarzt Dr. Adrian Vizireanu (2.v.r.) informierten die Gäste über die Entwicklungen des Krankenhauses in der Wallensteinstadt. Foto: Büro Dünkel 

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren