Väter-Netzwerk zu Besuch bei Edelhäußer

Bei einer Trennung haben auch die Papas Rechte

André Roßnagel und Ralph Edelhäußer (v. links) trafen sich zum Austausch. | Foto: Privat2022/02/EdelhaeuserVaterNetzwerkPrivat.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Das Väter-Netzwerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, Väter die fair Verantwortung für ihre Kinder übernehmen möchten, in Trennungssituationen zu unterstützen. Denn auch die Papas haben es nicht immer leicht. Darüber hat sich Bundestagsabgeordneter Ralph Edelhäußer mit dem Vorsitzenden des Vereins, André Roßnagel, unterhalten.

Trotz des Endes einer Paarbeziehung sollten sich nach Möglichkeit weiterhin beide Elternteile gleichberechtigt um das Wohlergehen gemeinsamer Kinder kümmern können. Hierzu hatte der für den hiesigen Wahlkreis direkt gewählte Bundestagsabgeordnete, Ralph Edelhäußer, den Vorsitzenden des deutschlandweit agierenden Vereins des Väter-Netzwerks, André Roßnagel, zum Gespräch ins Rother CSU-Bürgerbüro eingeladen.

Gleiches Recht für alle

In der Initiative engagieren sich rund 250 Mitglieder für die Gleichberechtigung aller Elternteile, die ihrer Erziehungsverantwortung nachkommen und sich zusammen um das Wohlbefinden ihrer Kinder kümmern möchten. Neben finanziellen Aspekten geht es ganz konkret um das Recht, den Umgang zu den eigenen Kindern per se auch nach einer Trennung pflegen zu können, erklärt die Pressemeldung.

André Roßnagel kümmert sich als Vorsitzender des Vereins beispielsweise um die Stärkung der Vaterrolle im Leben des Nachwuchses. Er sieht aus langjähriger Erfahrung, insbesondere nach Ende einer Beziehung, gewisse Defizite in der deutschen Rechtsprechung, die Kinder in der überwiegenden Mehrzahl und zum überwiegenden Teil der Zeit bei ihren Müttern aufwachsen zu lassen und den Vätern oftmals nur ein Umgangsrecht einzuräumen. „Väter wollen heute am Leben ihrer Kinder teilhaben, sich aktiv einbringen und sich nicht durch veraltete Rollenbilder mit einem eingeschränkten Umgangsrecht zufriedengeben“, sagte Roßnagel.

Wohnort muss passen

Gleichstellung werde in vielen Lebenslagen gefordert und sollte auch in der Fürsorge gemeinsamer Kinder gelten, schließlich seien für die Entwicklung eines Kindes beide Elternteile von großer Bedeutung. Beispielsweise ermöglicht es das Wechselmodell, dass Kinder mit beiden Elternteilen Zeit verbringen und ihre jeweiligen Beziehungen stärken können, so Roßnagel. Voraussetzung hierfür sei natürlich, dass die Wohnsituation so gegeben ist, dass die Kinder problemlos Schulen oder Kindergärten erreichen können.

Für seine Arbeit als Mitglied im Familienausschuss des Bundestages ist es Edelhäußer daher ein Anliegen, gesetzlich verankerte Rahmenbedingungen für Familien in verschiedenen Lebenssituationen zu schaffen, die stets das Wohlergehen der Kinder in den Mittelpunkt rücken.

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