Vor allem Junge trifft es

Arbeitslosenquote steigt langsam aber stetig

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NÜRNBERGER LAND – Die Arbeitslosenquote im Landkreis Nürnberger Land ist im August den fünften Monat in Folge gestiegen, sie liegt aktuell bei 3,4 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Juli. Immerhin: Der Zuwachs an neuen Arbeitslosen sei „nicht mehr so stark“, teilt die Agentur für Arbeit mit. Zum Vergleich: Von März auf April war die Quote auf einen Schlag um 0,4 Prozentpunkte nach oben geklettert.

Die Behörde spricht von den „für August üblichen saisonalen Effekten“: Vor allem in der Gruppe der unter 20-Jährigen melden sich am Ende des Sommers viele arbeitslos. Das neue Ausbildungsjahr hat noch nicht begonnen, die Schule ist bereits zu Ende.

Allerdings leiden gerade die jüngeren Arbeitnehmer auch am stärksten unter den Folgen der Pandemie: In ihrer Altersgruppe gab es in den vergangenen fünf Monaten prozentual häufig die meisten neuen Arbeitslosen.

Insgesamt sind derzeit im Nürnberger Land 3 248 Frauen und Männer ohne Beschäftigung, das sind 100 oder 3,2 Prozent mehr als im Juli. Gegenüber 2019 beträgt der Anstieg gar 882 oder 37,3 Prozent. Hartz IV beziehen von den 1083 Personen, vier mehr als im Vormonat und 107 mehr als im Vorjahr.

Kurzarbeit: „Kurve flacht ab“

„Die Kurve flacht jetzt deutlich ab“: Das sagt die Arbeitsagentur über die Entwicklung bei der Kurzarbeit. Gab es im Juli noch 42 Unternehmen im Landkreis, die Kurzarbeit anmeldeten waren es im August nur noch 19 neue Anzeigen. Seit April hat die Behörde insgesamt 1889 Anzeigen verzeichnet.

„Entgegen mancher Erwartungen“ gebe es derzeit noch keine Anträge auf Insolvenzgeld, heißt es weiter. Das sei aber in den kommenden Monaten „im Blick zu behalten“.

Leicht gesunken ist hingegen die Zahl der gemeldeten offenen Stellen, sie sank um 5 auf 758. Es überwiegen Jobangebote aus dem Gesundheits- und Sozialbereich sowie aus dem Handel. Nur fünf offene Stellen gibt es im Augenblick im Bereich Baugewerbe.

Vergleichsquoten

Freistaat Bayern: 4,1 Prozent, Stadt Nürnberg: 7,1 Prozent, Stadt Schwabach: 4,6 Prozent, Landkreis Erlangen-Höchstadt: 2,8.

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