Schädlingsbefall

Harmlose Gespinstmotte

ALTDORF – Wie von Spinnweben überzogen sehen viele Bäume und Sträucher in diesen Tagen aus. Nicht wenige Bürger fürchten, dass es sich um einen Befall des Eichenprozessionsspinners handelt. Dem ist nicht so, erklärt Peter Grögel, Baumsachkundiger bei der Stadt Altdorf. „Es handelt sich um die Traubenkirschen-Gespinnstmotte. Die Gespinnstmotte ist für den Menschen völlig ungefährlich.“

Die Bäume und Sträucher erholten sich in einigen Wochen von dem Kahlfraß, nachdem sich die Raupen verpuppt haben und die Falter geschlüpft sind. Die Raupen der Traubenkirschen-Gespinnstmotte leben hauptsächlich auf der Traubenkirsche und dem Faulbaum, aber auch auf Weiden, Pfaffenhütchen und Weißdorn. Die Raupen werden etwa ein bis zwei Zentimeter lang und sind gelblich-glatt.

Gefährliche Eichenprozessionsspinner

Anders verhält es mit der Raupe des Eichenprozessionsspinners, diese Raupen leben nur an Eichen. Sie krabbeln am Stamm der Eichen in einer Prozession nach oben und bauen sich meist auf der Unterseite der Äste ein Nest, welches ebenfalls ein Gespinnst darstellt. Die Raupen werden circa drei bis vier Zentimeter lang und haben etwa ein Zentimeter lange Brennhaare.

Diese Brennhaare sind für den Menschen gefährlich, da sie allergische Reaktionen auslösen können. Bei Verdacht auf Kontakt mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners sollte ein Arzt aufgesucht werden.


Auch die alten Gespinnste der Eichenprozessionsspinner stellen für den Menschen eine Gefahr dar, weil die Brennhaare über Jahre hinweg bestehen bleiben und bei Berührungen immer wieder zu allergischen Reaktionen führen. Das Beseitigen von Gespinnsten des Eichenprozessionsspinners ist eine Arbeit, die nur von Fachleuten ausgeführt werden sollte.

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