Die quälende Warterei für Ernst Bergmann setzte sich fort

Führt der Weg noch nach München?

Hat das verspätete Plakatieren geholfen? Gestern Abend war noch alles offen. Foto: Bauer2013/09/bergmann2.jpg

ALTDORF – Die wohl längsten Stunden im Leben des Ernst Bergmann nach Schließung der Wahllokale waren auch gestern Abend noch nicht zu Ende. Wegen technischer Probleme in Fürth, die die Auszählung verhinderten, wusste der SPD-Landtagskandidat immer noch nicht, ob er sich bald MdL nennen werden darf oder nicht.

Schuld daran trägt der Stimmkreis 509, derjenige für die Stadt Fürth. Während die restlichen mittelfränkischen Kreise ihre Ergebnisse bis Mittag ermittelt hatten, blieben die Resultate der Kleeblatt-Städter wegen Software-Problemen aus.

Und gerade auf die kam es an, denn mit den weiteren Auszählungen wurde der Altdorfer im Laufe des Dienstags auf der Liste immer weiter nach hinten geschoben, bis er auf dem sechsten Platz landete. Die Krux bei der Sache ist die, dass die beiden Kandidaten von Fürth Stadt und Fürth Land gegenseitige Zweitstimmenempfehlungen an die Wähler herausgegeben haben, so dass es durchaus im Bereich des Möglichen lag, dass Bergmann noch von beiden überholt würde, wenn die Wähler den Vorschlägen der Kandidaten Folge geleistet haben sollten. Da aber nur sieben mittelfränkische Mandate zur Verfügung stehen, hätte der 51-Jährige das Nachsehen, wenn er auf Platz acht landen würde.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler