Richtfest für Fachakademie und Grundstein für neue Sportstätte

Arbeiten an FAKS und Bad kommen gut voran

Legten gemeinsam den Grundstein für das neue Altdorfer Hallenbad: Bürgermeister Erich Odörfer (links) und Landrat Armin Kroder (Mitte). Foto: Blinten2013/06/grundstein-hallenbad.jpg

ALTDORF – Mit Riesenschritten geht es auf den Altdorfer Großbaustellen Fachakademie (FAKS) und Hallenbad voran. Traf man sich vor zehn Wochen an der FAKS noch zur Grundsteinlegung und zum Spatenstich für das Bad, so wurde jetzt zunächst das Richtfest für die Bildungseinrichtung gefeiert und anschließend der Grundstein für die Sportstätte gelegt. Insgesamt rund 13 Millionen Euro werden in die beiden Projekte investiert.

Dass es in Altdorf jemals zu einer Grundsteinlegung für ein Hallenbad kommen würde, hatten viele nach der zähen Vorgeschichte schon nicht mehr geglaubt. Zur Zeremonie waren nun auch die Kämpfer der ersten Stunde eingeladen, die eigentlichen Motoren für das Altdorfer Hallenbad, die sich schon Anfang der 70er Jahre dafür einsetzten und 1972 einen Hallenbadverein gründeten. Unternehmer Hans Peter Bauer vereinbarte damals mit der Belegschaft der Suspa die Zahlung eines Hallenbadpfennigs, der vom Monatsgehalt abgezogen und in die Vereinskasse eingezahlt wurde. So kam über die Jahrzehnte die stolze Summe von 537.833 Euro zusammen, die der Verein vor zwei Jahren der Stadt Altdorf für das Bad zur Verfügung stellte, immerhin fast acht Prozent der veranschlagten Gesamtbausumme.

Vor 13 Jahren waren in Sachen Hallenbad noch eine Reihe von Akteuren im Boot, neben dem Landkreis und der Stadt Altdorf waren das ganz am Anfang die Rummelsberger Anstalten, und die Schulverbände Winkelhaid-Penzenhofen und Altdorf-Hauptschule, die gemeinsam im Mai 2000 die Errichtung einer Schwimmhalle in Altdorf vereinbarten. Dann gingen die Rummelsberger und anschließend die Schulverbände von Bord, so dass Landkreis und Stadt das Vorhaben nun allein stemmen. Dabei stellte Kroder klar: Hallenbäder sind Zuschussbetriebe. Trotzdem errichten Landkreis und Stadt Altdorf eine Sportanlage, die das südliche Nürnberger Land für Kinder und Jugendliche braucht. „Wir bauen kein Spaßbad, deshalb ist das ganze auch gegenüber dem Steuerzahler zu vertreten.“ Derzeit ist man dabei, die Zeitkontingente für das Bad zu kalkulieren: Wie lange können die Schulen zum Schwimmen, wie gestalten sich die Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit, und zu welchen Zeiten können dann noch Vereine ins Bad?

Angesichts des strömenden Regens sprach Bürgermeister Erich Odörfer von einem doch ganz passenden Wetter für die Hallenbad-Grundsteinlegung. „Das Bad ist in erster Linie ein Bad für die Schulen“, griff er Kroders Bemerkung auf, dass man hier kein Spaßbad errichtet. Schwimmunterricht werden hier die Altdorfer Grundschule und Mittelschule, das Leibniz-Gymnasium und die Realschule Feucht durchführen. Zur Eröffnung im Spätsommer 2014 lud Odörfer schon jetzt Landrat Kroder zu einem Wettschwimmen ein.

Eröffnung Ende des Jahres

Bereits Ende dieses Jahres will man die Eröffnung in der neuen Fachakademie für Sozialpädagogik in der Fritz-Bauer-Straße feiern, wo sich die Verantwortlichen vor der Grundsteinlegung für das Bad zum Richtfest trafen. Das in der Nähe des Schulzentrums ideal gelegene neue Gebäude ist um 400 Quadratmeter größer als der alte Bau in der Hersbrucker Straße, was dem Schulbetrieb sicher zugute kommen wird. Das von Architekt Thomas Eckert (Dömges Architekten AG) geplante Bauwerk hat eine Bruttogeschossfläche von 2632 Quadratmetern auf Erdgeschoss, zwei Obergeschossen und einem Untergeschoss.

Kroder freute sich gemeinsam mit dem Altdorfer Bürgermeister, dass man beim Bau sowohl im gesteckten Zeitrahmen wie auch im finanziellen Rahmen bleibt. Mit dem Neubau der Altdorfer Fachakademie macht der Landkreis auch seine Hausaufgaben anlässlich eines bundesweiten Mangels an Erzieherinnen. Weil der Bund die Betreuung von Kindern unter drei Jahren fordert, leistet der Landkreis seinen Beitrag, damit künftig genügend Erzieherinnen ausgebildet werden können.

Schulleiterin Gabriele Reiser sprach anlässlich des Richtfests von einem „ganz wunderbaren Gebäude“. Die Schulgemeinschaft werde dieses Haus in Ehren halten, versprach sie.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten