Kreatives Video zur #everysecondcounts-Kampagne

America first – Leibniz second

Okay, let‘s say Leibniz Gymnasium second! Still aus dem Video, das auf YouTube zu sehen ist. | Foto: Hornung2017/02/Altdorf-Leibniz-second1.jpg

ALTDORF – Vor genau einem Monat hat alles begonnen. Am 20. Januar zog Donald Trump als neuer US-Präsident ins Weiße Haus und lieferte in seiner Antrittsrede mit der Aussage „America first“ die Steilvorlage für eine virale Satire-Kampagne. Mit einem witzigen Videoclip schloss sich auch das Leibniz-Gymnasium der #everysecondcounts-Bewegung an.

In seiner Antrittsrede betonte Trump, von nun an werde es nur noch heißen: „America first“. Damit inspirierte er den niederländischen Late-Night-Entertainer Arjen Lubach zu einem Video, das innerhalb kürzester Zeit enorme Verbreitung im Netz fand. Eine Donald-Trump-Imitatorenstimme stellt darin die Niederlande vor, um diese dem amerikanischen Präsidenten als Zweitplatzierte vorzuschlagen. Jan Böhmermann griff Lubachs Idee auf und produzierte mit seiner Sendung Neo-Magazine-Royale eine deutsche Version. Böhmermann rief zudem alle Länder Europas auf, es ihnen gleich zu tun. Mit der Website www.everysecondcounts.eu und unter dem Hashtag #everysecondcounts startete der Satiriker eine europaweite Kampagne, der sich nicht nur europäische Länder anschlossen. Nachahmer auf der ganzen Welt folgten, auch Städte. Jetzt macht das Meme Schule: Unter bit.ly/lga-second veröffentlichen Schüler des Leibniz-Gymnasiums ihre Adaption des Videos.

American Truth

American Truth“ stand im Lehrplan des Englischkurses der Q11, als Trump sein Amt im Weißen Haus antrat und kurz darauf Böhmermann #everysecondcounts startete. Als die Schüler im Unterricht die Videos ansahen und analysierten, entstand die Idee einen eigenen Clip zu produzieren und dem US-Präsidenten und der Welt das Leibniz Gymnasium vorzustellen.

Neben der humorvollen Auseinandersetzung mit Trump, thematisierten die Schüler viele Aspekte ihrer Schule: Angefangen bei ihrem Gründervater Leibniz und dessen toller Frisur („Fantastic hair, no wig. Believe me. You can even grab him by the hair“), über  die negativen Schlagzeilen, die ihre Schule in letzter Zeit machte („In the news they say that our school buses are always late, overcrowded and get lost on their way to school. It‘s ridiculous, fake news. Total losers“) hin zu unterschiedlichen, erfolgreichen Projekten, auf die die Schüler stolz sind.

Dank dieser Projekte könnte das Leibniz sehr nützlich für Trump sein, so die Idee der Schüler: Die in Mathewettbewerben geschulten Köpfe könnten Trump bei Steuerumgehungen behilflich sein und Fotoclub und Debattierclub zur Stelle, falls der Präsident neue alternative Fakten brauche. Man kann dieses Video nicht nacherzählen, man muss es ansehen, um mit Gisa Spandler festzustellen: „Von wegen politikverdrossen!“ Lustig: Der Trump-Kuchen. Die Donald Trumptainer.

Als genialer Stimmen-Imitator entpuppt sich Voice-Over-Sprecher Maximilian Greger, der auch für den Schnitt des Videos zuständig war. Greger brachte als Mitglied im Videokurs das nötige Know-How mit und von Zuhause mindestens die Hälfte des Equipments.

Idee und Umsetzung aber waren eine Teamarbeit der gesamten Klasse. Lehrerin Daniela Albers-Kuntz ist stolz auf das Ergebnis. Ihr geht es darum, dass die Schüler sich mit Populismus ebenso auseinandersetzen wie mit dem europäischen Gedanken und lernen, dass es auf schwierige Fragen keine einfachen Antworten geben kann.

Link zum Video „Leibniz Gymnasium Altdorf second“: bit.ly/lga-second. It‘s fantastic! Believe me, it‘s true!

N-Land Julia Hornung
Julia Hornung