ALFELD – Noch in diesem Jahr soll die Gemeinde Alfeld ein eigenes Kino bekommen. Nicht in der Dimension wie in großen Städten, dafür aber klein und fein.
Die Idee wurde im Januar 2020 geboren, als Judith Paloch zufällig auf einen Artikel des Filmklub Güstrow aus Mecklenburg-Vorpommern stieß. Dieser Klub organisiert sogenannte „Abspielringe“, bei denen eine bestimmte Anzahl von Dorfkinos die gleichen Filme innerhalb einer Woche zeigen. Dadurch verteilen sich die Kosten für Filmlizenzen auf mehrere Schultern ebenso wie die Gema-Gebühren. So können auch Kinos auf dem Land mit geringen Besucherzahlen betrieben werden. Aktuell stattet der Filmklub rund 200 solcher Dorfkinos aus. Nachdem die Formalitäten mit dem Filmklub geklärt waren, mussten weitere Hürden genommen werden. Die größte Schwierigkeit lag darin, dass der Partner des Klubs ein eingetragener Verein sein muss. Dieser wurde schließlich im Herbst 2020 mit dem Kulturverein Alfeld gegründet. Nun stand die Frage im Raum, wie die erforderliche Technik finanziert wird und wie das Volksmusikzentrum (VMZ) als Spielort abgedunkelt werden kann.