Kunstfenster Hersbruck

Turmfalken vor der Linse

Dieses Bild eines Turmfalken ist unter anderem im Kunstfenster am Unteren Markt zu sehen. | Foto: R. Heinrich2020/05/Turmfalke.jpg

HERSBRUCK – Auge in Auge mit Turmfalken – das kann man seit Samstag beim Kunstfenster am Unteren Markt sein: Bis 13. Juni stellt dort Richard Heinrich Fotografien dieser Vögel aus.

Heinrich, Jahrgang 1953, beschreibt sich als „fotografierenden Franken“, der im östlichsten Teil Mittelfrankens in der Nähe der Grenze zur Oberpfalz, genauer gesagt in der Frankenpfalz, wohnt. Als Zehnjähriger erhielt er eine Reflex-Box vererbt, die sein Urgroßvater als Sportreporter nutzte. „Mein fotografierender Großonkel und mein Vater waren mir Vorbild“, sagt Heinrich.

Dennoch hat er sich seine Fertigkeiten größtenteils selbst beigebracht wie Vergrößern und Laborarbeiten mit analogen Geräten. Mit diesen war Heinrich laut seiner Biografie auch bei internationalen Fotowettbewerben erfolgreich. Ab 2003 begann er, sich in die digitale Fotografie und Bildbearbeitung einzuarbeiten: „Seit 2006 fotografiere ich mit Systemkameras von Sony und Panasonic mit den Formaten APS-C und MFT und seit 2017 kam das Vollformat dazu.“

Seine Ausrüstung hat Heinrich dabei, wenn er sich auf seine Wandertouren macht: „Aus dieser Aktivität heraus entsteht dann sehr oft eine streng zielgerichtete und geplante Fotografie mit den unterschiedlichsten Motiven und Themen.“ Die drei ausgestellten Bilder betitelt Heinrich mit „Auge in Auge“.

Sein Anliegen bei der Bildkomposition sei es, dass das Lebensumfeld der Tiere ersichtlich wird. „Die Tiere künstlich anzulocken, liegt mir fern.“ Daher seien die Bilder in freier Natur entstanden. Die gezeigten Turmfalken (Falco tinnunculus) leben in urbaner Ortsrandlage, erklärt Heinrich.

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