Konzert des PPG

So schön klingt Weihnachten

Die Big Band spielte beschwingt auf. | Foto: M. Ermer2019/12/redwebIMG-5405.jpg

HERSBRUCK – Schon früh füllte sich die Stadtkirche, denn die Zuhörer wissen um Bandbreite und Qualität der Musik-Ensembles des PPG. Über 100 Schüler hatten gemeinsam mit den Musiklehrern ein abwechslungsreiches und weihnachtliche Stimmung verbreitendes Programm ausgearbeitet.

Mit dem Vogelhorn eröffnete gleich ein etwas ungewöhnliches Trio den Abend. Robert Vogel und zwei seiner Musikschüler spielten auf den von ihm entworfenen Instrumenten ein alpenländisches Stück.

An die weihnachtliche Botschaft erinnerte PPG-Chef Klaus Neunhoeffer. In seiner Begrüßung sprach er von Zitaten zum Fest, die er im Internet gefunden habe und die wahrlich unkreativ seien. Daher bat er seine Schüler, doch bitte das nicht zu tun und lieber Zeit mit den Liebsten zu verbringen. Außerdem bedankte er sich bei der evangelischen Kirchengemeinde Hersbruck und besonders Meßner Martin Markel wie auch bei den Schülern und Lehrern, die bereits ab Oktober diesen Höhepunkt des schulmusikalischen Lebens vorbereitet hatten.

Vom Berg in den Stall

Unter Leitung von Michael Bräuer sangen die Unterstufler ein mehrstimmiges „Go tell it on the mountain“. Zwölftklässlerin Eva Schötz übernahm schließlich den Dirigentenstab und es erklang ein alpenländisch klingendes „Dort beim Stall von Bethlehem“ mit Begleitung von Klavier (Eleni Mayer), Klarinette (Marie Hüther), Querflöte (Dorothea Sautter), Schlagzeug und Cajon (Lukas Böhm) und Akkordeon (Kilian Sperber).
Überraschend kam die spontane Programmänderung einiger Abiturienten – sie hatten sich als „Weihnachtssänger“ mit Akkordeon und Cajon überlegt, „wie Weihnachten früher war“. Und weil es eines der letzten Konzerte für die Chorsänger war, formierte sich noch ein Spontanensemble.

„Alle Jahre wieder“ kam das Gitarrenensemble und was vor einigen Jahren als kleine Vision von Alexander Rauh begann, ist inzwischen auf 12 Spieler angewachsen. Klangvoll erfüllten die Saiteninstrumente die Kirche.

Definitiv mit Spannung erwartet war die Premiere von Verena Tomys als neue Musiklehrerin am PPG. Mit einem ungewöhnlichen Beginn ihrer Liedauswahl für den Großen Chor, bei dem die Sängerinnen und Sänger ab Klasse acht zu beiden Seiten nach vorne kamen, während eine Klangschale den Takt vorgab, einigen Solistinnen im „Down in Bethlehem“ wie auch einer Aufforderung ans Publikum, bei „Sing Noel, Noel“ den Refrain mitzugestalten, hat sie ihre Bewährungsprobe bestanden. Der begeisterte Applaus des Publikums gab ihr Recht.

Im Vokalensemble sang sie mit, überließ das Dirigieren aber Abiturient Jakob Speigl, der wie schon vorher bei den spontan aufgeführten Stücken seine Aufgabe souverän beherrschte.

Einen leider recht kurzen Auftritt, der an Qualität aber nicht hintenanstehen musste, ließ das Orchester von Gerda Machmoor-Geer hören. Die große Besetzung machte die Weihnachtslieder-Combo „A Vaughan Williams Christmas“ mit Bläsern und Streichern sehr stimmig und klangvoll.

Mit starken Bläsern und allgemein einer großen Zahl an Nachwuchs ließ die Big-Band unter Leitung von Martin Pirner ein beschwingtes „White Christmas“ ertönen und entführte mit einigen Solos der Musiker ins „Winter Wonderland“.

Blumen zur Empore

„So klingt Weihnachten“ sagte Neunhoeffer. Sein Dank galt daher den mehr als 100 beteiligten Schülern des PPG, exemplarisch den Q 12ern Eva Schötz und Jakob Speigl, die „als Schüler mit Schülern musizieren“ und den zahlreichen Lehrkräften.

Seinen letzten Blumenstrauß schickte Neunhoeffer sinnbildlich zur Orgel, die Kristin Felsner für das gemeinsam gesungene Lied erklingen ließ. „Stille Nacht“, passend nach der Fülle an unterschiedlicher Musik, erfüllte die Kirche.

N-Land Michelle Ermer
Michelle Ermer