Interview zum Start des Gitarrenfestivals

„Mein Highlight? Johannes Tonio Kreusch“

Bürgermeister Robert Ilg und Festival-Leiter Johannes Tonio Kreusch (rechts) sind vom guten Team über die Jahre hinweg zu Freunden geworden.2015/08/ilgkreusch.jpg

HERSBRUCK – Das Hersbrucker Internationale Gitarrenfestival mausert sich vom Geheimtipp zum unverrückbaren Highlight der Gitarren-Szene und ihrer Liebhaber. Auch in diesem Jahr hat es Johannes Tonio Kreusch als künstlerischer Leiter geschafft, wieder Superstars auf die Hersbrucker Bühnen zu bringen. Für Hersbruck selbst wird das Festival immer wichtiger – und zeigt, wie notwendig eine gute Halle ist und mehr Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste, sagt Bürgermeister Robert Ilg.

Wie wichtig ist mittlerweile das Festival für Ihre Stadt?

Robert Ilg: Es hat sich zum Highlight im Veranstaltungskalender der Region entwickelt. Doch das ist noch nicht alles: In der weltweiten Gitarrenszene hat sich Hersbruck einen verdienten Namen gemacht.

Hand aufs Herz: Hätten Sie das in den Anfängen erwartet?

Ganz ehrlich: Dass es ein solches Erfolgsmodell werden würde, hätte ich nicht geglaubt, natürlich aber, dass es sich kontinuierlich weiterentwickelt. Wir haben immer gedacht: Dieses Jahr ist nicht zu toppen – und Johanes Tonio Kreusch hat uns wieder eines Besseren belehrt. Er schafft es immer wieder, eine neue Marke zu setzen – für mich und für das Publikum.

Konnten Sie vorher etwas mit klassischer Gitarre anfangen?

Ich habe tatsächlich mal als Zwölfjähriger zwei Jahre lang Gitarrenunterricht genossen, aus einer Karriere wurde es aber nichts. Damals hat mich klassische Gitarre natürlich nicht interessiert. Jetzt aber bin ich zum Fan geworden, weil das Festival die Vielseitigkeit dieses Instrumentes zeigt.

Es kommen immer mehr Besucher zum Festival – wo kommen die denn alle unter? Werden die Betten knapp?

Ja, die Unterbringungsmöglichkeiten in Hersbruck sind begrenzt durch den Wegfall der Pension Buchenhof und des Hotels Panorama. Aber wir haben noch ein gutes Angebot in der Stadt und den Ortsteilen – wir spüren allerdings auch dass Besucher ins Umland ausweichen müssen.

Deshalb hoffen Sie wohl auf die Möglichkeit der Realisierung eines neuen Hotels im Posthof?

Jawohl, das tue ich, definitiv.

Im Vorfeld des Gitarrenfestivals müssen Sie auf eine Verwaltungsfachangestellte verzichten…

…ja, auf Cornelia Störzner. Und das tue ich gerne: Sie ist die Hauptorganisatorin und macht eine tolle Arbeit. Sie ist mit ihrem Team mit Herzblut dabei. Genau daran merke ich, dass man so ein Festival nur machen kann, wenn man persönlich auch viel Freude bei der Organisation hat. Das Festival konnte sich auch nur so gut entwickeln, weil auch die gesamte Region mitzieht.

Wie meinen Sie das?

Wir haben viele Sponsoren, ohne die wir das Festival nicht stemmen könnten, an der Spitze die AOK mit ihrem Bildungszentrum, das jetzt Heimat für die Stipendiaten ist.

Ab Samstag Abend liegen viele sehr angenehme Abendtermine vor Ihnen. Haben Sie ein Highlight unter all den Profis?

Tatsächlich gefällt mir Diknu Schneeberger heute Abend wahnsinnig gut, weil er in jungen Jahren schon so ein großes Talent war. Aber einen Höhepunkt kann ich nicht auswählen. Jeder, der hier auf den Bühnen steht, ist einfach spitze, denn so hat Johannes Tonio Kreusch das Programm bestückt. Und deshalb ist mein Highlight der künstlerische Leiter Johannes Tonio Kreusch.

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