„Die schwersten Wege musst Du allein gehen“

Lesung zum Thema Sterben stößt in Altdorf auf große Resonanz

Sind sichtlich zufrieden mit dem Verlauf des Abends (von links): Barbara Grau, Wolfgang Ursel und Amrei Noä.
Sind sichtlich zufrieden mit dem Verlauf des Abends (von links): Barbara Grau, Wolfgang Ursel und Amrei Noä. | Foto: Stadtbücherei2026/01/3dcc14ae9f5e8e1773868f05837b2016a906f85b_max1024x.jpg

ALTDORF – „Entschuldigung, das ist mir wirklich noch nie passiert“, sagt Amrei Noä auf der Bühne des Kulturtreffs – mitten in einem Lachanfall. Und das ausgerechnet bei einer Lesung, die sich mit den Themen Tod und Trauer beschäftigt hat.

Eingeladen hatten der Verein Rummelsberger Hospizarbeit und die Stadtbücherei Altdorf. Barbara Grau und Amrei Noä lasen aus Romanen, Sachbüchern und Bilderbüchern. Bei „Die Besten Beerdigungen der Welt“ passierte es dann: Amrei Noä konnte sich dem Lachen des Publikums nicht mehr entziehen – was wiederum das Publikum animierte. Das schwedische Kinderbuch nähert sich dem oft gemiedenen Thema mit einer gehörigen Portion Humor. Genau damit wurde das Ziel der Veranstaltung erreicht: Berührungsängste abzubauen und zu zeigen, dass man in seiner Trauer weniger allein ist, als man denkt.

Einen ernsteren Zugang wählen die Texte, aus denen Barbara Grau las. Passagen aus „Das Leben ist ein vorübergehender Zustand“ von Gabriele von Arnim, „Unzertrennlich“ von Irvin Yalom und „Marianengraben“ von Jasmin Schreiber hatte sie ausgewählt und vorgetragen. Zwischen den einzelnen Lesungen sorgte Wolfgang Ursel mit ansprechenden Akkordeonstücken für musikalische Zwischentöne.

Am Ende waren sich viele Besucherinnen und Besucher einig: Der Abend widmete sich dem Thema Sterben – und feierte dabei zugleich das Leben.

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