Original Bücherwerkstätte

Hersbrucker Notgeld bringt echtes Geld

Mit diesen vier selbst gedruckten „Scheinen“ beteiligte sich die „Original Hersbrucker Bücherwerkstätte“ an der bundesweiten Aktion „Künstlernotgeld“. | Foto: Gundel2021/05/DSC-2146.jpg

HERSBRUCK – Das hätten die Setzer und Drucker der „Original Hersbrucker Bücherwerkstätte“ nie gedacht: Bei der bundesweiten Aktion „Künstlernotgeld“, bei der sich die Herren aus dem Mauerweg mit vier selbst gedruckten „Scheinen“ beteiligten, gingen über 2000 Euro im Hersbrucker Mauerweg ein.

Die Scheine konnte man entweder im Viererset oder einzeln kaufen. Zu sehen gab es die sowie die Werke von Künstlern aus ganz Deutschland in einer Ausstellung im KunstKulturQuartier in Nürnberg – sie ist mittlerweile ins E-Werk nach Erlangen weitergezogen – und auf der Internetseite der Aktion (www.kuenstlernotgeld.de). Das sei wohl auch der Grund, weshalb Bestellungen aus Oberbayern bis Schleswig-Holstein bei der Bücherwerkstätte eingingen, erzählen Michael Gölling und Günther Tobisch. Aber auch in der Heimat habe es viele kunstbegeisterte Kaufwillige gegeben.

„Ohne die Buchhandlung Lösch hätte das nicht funktioniert“, sagt Gölling, dankbar für die Verkaufsstelle in der Stadt. Die Aktion hat zum Ziel, in Not geratene Künstler während der Pandemie finanziell zu unterstützen. Das wollen auch die Drucker und Setzer aus Hersbruck – und behalten das Geld nicht etwa selbst, sondern geben es an einen Musiker, einen Literaten und einen bildenden Künstler aus dem Raum Nürnberg und Fürth weiter. Die seien natürlich mehr als dankbar gewesen, sagt Gölling – genauso wie er es für alle Spenden aus dem Hersbrucker und weiteren Umland ist. Die Künstlernotgeld-Aktion läuft übrigens weiter – aus dem Mauerweg gibt es allerdings nur noch Restbestände.

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