Eckhard Henscheid in der Bücherwerkstäte

Drucker und Dichter feiern entspanntes Jubiläum

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HERSBRUCK – Sobald die Tür des kleinen Baus hinter der Hersbrucker Bücherwerkstätte aufging, entwich eine Dampfwolke in die Kälte. Der Grund: der bullige Ofen – und die dicke Zigarre von Eckhard Henscheid. Der Satiriker, Autor und Sprachpfleger war am Samstag nach Hersbruck gereist, um die 40. Ausgabe des berühmten Kalenders, diesmal bereichert mit seinen zwölf Denkversen, zu signieren. Der Andrang war riesig. Michael Gölling, einer der Drucker und Erschaffer dieser kleinen Meisterwerke, ließ sich in gewohnter Art aber nicht aus der Ruhe bringen. Ein Bierchen neben sich stehend packte er Kalender um Kalender ein, doch die Schlange wollte nicht kürzer werden. Was definitiv auch an Henscheid lag. Der begnadete Denker und Formulierer hatte versprochen, Fragen zum Leben zu beantworten. Dazu kam es aber selten. Denn Henscheid, der um 15 Uhr mit der Signierstunde begann, hatte selbst immer die erste Frage: „Wie spielt der Club?“ Oder später: „Wie hat der Club gespielt?“ Oder viel später: „Darf das denn wahr sein?“ Foto.: S. Will

N-Land Hersbrucker Zeitung
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