HERSBRUCK – Sie sollen Grund-, Mittel- und Realschülern trotz der mitunter unübersichtlichen Verkehrssituation rund um den Neubau des Schulzentrums ein gutes Stück mehr Sicherheit bringen auf dem Weg in den Unterricht – ehrenamtliche Schulweghelfer. Die ersten acht von ihnen wurden jetzt von der Polizei auf ihre mit dem neuen Schuljahr beginnende Aufgabe vorbereitet.
Die Stadt Hersbruck hat seit Beginn der Vorbereitungen ein besonders aufmerksames Auge auf die Schulwegsicherheit gerichtet. Anfang des Jahres rief die Stadt nun die Eltern aller drei Schularten dazu auf, sich als Schulweghelfer zu melden. „Ohne diese ehrenamtliche Unterstützung geht es nicht“, sagte Bürgermeister Robert Ilg bei dem kleinen Workshop in der Grundschule. „Deshalb sage ich Ihnen ein großes Dankeschön, dass Sie da sind und mithelfen, unseren Schülern einen sicheren Weg in den Unterricht zu ermöglichen.“ Gleichzeitig warb er eindringlich um Rücksichtnahme von allen Verkehrsteilnehmern: „Wir alle müssen hier vernünftig miteinander umgehen.“
Auch Polizeihauptmeister Sebastian Schmidt von der Polizei Lauf richtete laut Pressemeldung der Stadt einen „ganz persönlichen Dank“ an die acht Männer und Frauen. Als ehrenamtliche Schulweghelfer seien sie über eine Vereinbarung mit der Stadt Hersbruck haftpflicht- und unfallversichert. Im Dienst sollten sie deshalb „dringend“ die von der Verkehrswacht gestellten leuchtend gelben Warnweste tragen. „Sie dienen nicht nur ihrem Eigenschutz, sondern im Fall der Fälle auch dazu, dass die Versicherung greift.“
Nachdrücklich wies der erfahrene Polizist darauf hin, dass Schulweghelfer keine hoheitlichen Befugnisse haben: „Sie dürfen nicht in den Verkehr eingreifen oder ihn lenken.“ Keinesfalls sollten sie Autofahrern Zeichen geben oder sich mit ihnen auf Wortgefechte einlassen. Fällt ihnen irgendein Fehlverhalten auf, sollten sie sich an die Polizei wenden – „dann kümmern wir uns darum“, sagten Schmidt und Polizeihauptmeister Michael Vogel von der Hersbrucker Dienststelle.
Bei ihren Einsätzen sollten sie auf Lücken im Verkehr warten, die sie selbst auch nutzen würden, um die Straße zu überqueren, so Schmidt. Dann die Kelle raushalten, zügig in die Mitte der Fahrbahn gehen und die Arme mitsamt der Kelle seitlich ausstrecken. „Nun sagen sie den Kindern, dass sie über die Straße gehen können – vor ihnen und keinesfalls hinter ihrem Rücken.“ Und auch wenn Schüler nicht verpflichtet sind, die Straße bei den Schulweghelfern zu kreuzen – viele „Kinder hören gerne auf sie“, bestätigte Grundschulrektorin Ulrike Hölzel. Sie versprach, die Jungen und Mädchen der Grete-Schickedanz-Grundschule noch einmal besonders auf die wichtige Arbeit der Schulweghelfer und den „richtigen“ Umgang mit ihnen hinzuweisen.
Info: Wer jetzt Lust hat, für ein Plus an Sicherheit zu sorgen, kann sich an [email protected] wenden.
