Von Bass bis Querflöte

Viele Höhepunkte beim Frühlingskonzert der Sing- und Musikschule Lauf

Johanna Siegel und Konstantin Dietz lieferten eine fulminante Darbietung.
Johanna Siegel und Konstantin Dietz lieferten eine fulminante Darbietung. | Foto: privat2026/05/964ff030e1519ff5ef479691ec8b6850de27f8d6_max1024x.jpg

LAUF – Am Vorabend von Christi Himmelfahrt lud die Sing- und Musikschule Lauf zu ihrem Frühlingskonzert ein.

Das Interesse war so groß, dass die vorhandenen Sitzplätze nicht ausreichten und einige Zuhörerinnen und Zuhörer dem Konzert sogar vom Foyer aus folgten. Schwungvoll eröffnet wurde der Abend vom Querflötenensemble unter der Leitung von Nina Grossmann mit Thomas Morleys „Now is the Month of Maying“, einem Titel, der hervorragend zur Jahreszeit passte.

Im Anschluss begrüßte Christoph Grassl, Leiter der Musikschule, die zahlreichen Gäste, unter ihnen die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Lauf, Erika Vogel. Grassl dankte außerdem dem Förderkreis der Musikschule für die tatkräftige Unterstützung. Dessen Erste Vorsitzende Tatjana Mecklenburg nutzte die Gelegenheit, um kurz für die wichtige Arbeit des Förderkreises zu werben.

Das Programm zeigte eindrucksvoll die ganze Bandbreite der musikalischen Ausbildung an der Sing- und Musikschule. Emma Maußner überzeugte am Klavier mit dem zweiten Satz aus Mozarts „Sonata facile“. Das Trompetentrio mit Jonas Richter, Vincent Hess und Arthur Halbig brachte mit André Waigneins „Blas’ den Blues“ frischen Brass-Sound auf die Bühne. Die drei jungen Trompetenschüler von Andrey Lobanov präsentierten sich als bestens eingespieltes Ensemble.

Mit „La Fleur“, einem traditionellen Stück aus Frankreich, sorgte das gleichnamige Ensemble unter der Leitung von Bettina Käpplinger-Grassl für einen besonders feinen Klangmoment. Flöten, Klarinette, Gitarre, Cello und Glockenspiel verbanden sich zu einem glockenreinen Gesamtklang mit sehr sorgfältig abgestimmter Dynamik. Groovig wurde es anschließend beim Percussionensemble unter der Leitung von Christoph Käufl. Jonathan Gröschel, Lennart Jack und Lukas Schönwälder bewiesen mit „Street Dance“ von Frank J. Halferty, wie mitreißend und rhythmisch präzise Schlagwerk sein kann.

Auch solistische Beiträge kamen nicht zu kurz. Lina Kellner gestaltete auf der Klarinette das bekannte Adagio aus dem Klarinettenkonzert A-Dur von Mozart einfühlsam und souverän, begleitet von Christoph Grassl am Klavier. Das Streicherensemble unter der Leitung von Meike Schüttrich präsentierte Beethovens „Ode an die Freude“ und Pachelbels „Kanon“ mit sicherer Intonation und viel Esprit. Einen besonderen Farbtupfer setzte das Saxophontrio mit Marlene Richter und Sebastian Hänsch unter der Leitung von Peter Schwarzer: Vivaldis „Herbst“ aus den „Vier Jahreszeiten“ wurde hier schwungvoll auf Sopran-, Alt- und Tenorsaxophon neu beleuchtet.

Vor der Pause brachte die Band „WeLoveit“ mit Laura Popa (Gesang), Philipp Fischer und Peter Schwarzer an den Saxophonen, Finja Baier am Bass und Hannes Stegmeier an der Gitarre poppige Klänge in den Saal. Nach der Pause beeindruckte das Ensemble für Alte Musik unter der Leitung von Michael Kämmle mit „Margoton“ von Michel Corrette. Die Bühne war fast zu klein für 20 Flötistinnen und Flötisten mit Basso continuo. Besonders schön war dabei das Miteinander von Musikschülern unterschiedlichen Alters. Ein Höhepunkt des zweiten Konzertteils war der Auftritt von Lisa Heinloth, Schülerin von Christoph Grassl. Die Jugend-musiziert-Preisträgerin 2026 im Fach Klavier spielte Beethovens Rondo D-Dur op. 51 Nr. 1 souverän und mit großer musikalischer Reife. Lang anhaltender Applaus war der verdiente Lohn.

Otto Schönlein an der Trompete und Peter Schwarzer am Klavier sorgten mit „Sierra Espagnol“ von Jaap Kastelein für spanisches Flair. Sicher in Ton und Intonation, dazu stilecht gekleidet, verbreitete das Duo beinahe sommerliches Strandgefühl. Einen weiteren Akzent setzte Rebekka Gröschel mit Mitchell Peters’ „Yellow after the Rain“ auf der Marimba, einem Instrument, das man im Konzertsaal nicht alle Tage hört. Sie präsentierte das Stück auf hohem Niveau.

Für einen weiteren Höhepunkt sorgten Johanna Siegel an der Querflöte und Konstantin Dietz am Klavier mit Albert Franz Dopplers „Mazurka de Salon op. 16“. Johanna Siegel, seit Januar 2026 erste Flötistin der Jungen Staatsphilharmonie Nürnberg, bot gemeinsam mit ihrem Begleiter eine fulminante Darbietung.

Den runden Abschluss gestaltete das Akkordeonensemble unter der Leitung von Matthias Holzer mit „Samba Olé“ von Jürgen Schmieder. Elf Akkordeons, begleitet von Rafael Jäger am Schlagzeug, sorgten für beschwingtes Sommerfeeling und setzten einen lebendigen Schlusspunkt unter ein vielseitiges und hochwertiges Frühlingskonzert.

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