Gewerbeschau im Industriemuseum

„Laufwerk“ zeigt Laufer Vielfalt

Die Aussteller präsentierten sich im und rund um das Industriemuseum.
Die Aussteller präsentierten sich im und rund um das Industriemuseum. | Foto: Brinek2016/04/laufwerk-lauf-ubersicht-bri.jpg

LAUF — Die Gewerbeschau „Laufwerk“ im Industriemuseum in Lauf und auf dem Parkplatz Nürnberger Straße sowie der Tag der offenen Tür der Stadtbücherei sorgten für außergewöhnliche Betriebsamkeit in der Stadt. Aus dem gesamten Landkreis kamen die Besucher, um sich über Handwerk, Handel und Gewerbe im Nürnberger Land zu informieren. Parallel dazu lud die Stadtbücherei als ein „Ort mit vielen Seiten“ ein.

Die Gewerbeschau bot einen interessanten Querschnitt durch den lokalen Mittelstand. Handwerker und Gewerbetreibende präsentierten ebenso wie soziale Einrichtungen ihre Leistungsfähigkeit sowie aktuelle Produkte und Dienstleistungen. Informationen rund um die Themen Mobilität, regenerative Energien, Vorsorge, Mode, Lifestyle und mehr rundeten das Programm ab. Der BDS Lauf (Bund der Selbständigen), dem die Organisation der Gewerbeschau oblag, stellte sein Kompetenzthema „IT-Sicherheit und Datenschutz im Zeichen von Industrie 4.0“ vor.

Lob vom Landrat

Landrat Armin Kroder als Schirmherr der Veranstaltung, Benedikt Bisping als Gastgeber und Bürgermeister der Stadt Lauf und Jürgen Schmidt, der stellvertretende Vorsitzende des BDS, der die Schau perfekt organisiert hatte, betonten einhellig, wie wichtig solche Veranstaltungen für die Wirtschaft seien. Ohne wirtschaftlichen Erfolg in den Betrieben gebe es keine sicheren Arbeitsplätze, und die dadurch sprudelnden Steuern ermöglichten dem Staat, seine Aufgaben wahrzunehmen.

Viele der Aussteller freuten sich darüber, ihre Produkte im Rahmen einer solchen Ausstellung einem großen Kundenkreis präsentieren zu können. Einige räumten aber ein, dass das Interesse der Besucher zwar riesengroß sei, Verkaufsabschlüsse aber nur im kleineren Rahmen stattgefunden hätten. Ein Anbieter von E-Bikes und Pedelecs bestätigte diesen Trend und stellte fest: „Meist sagen die Kunden: Prima, wir kommen wieder auf Sie zu, geben Sie mir Ihre Karte – aber sie lassen nichts mehr von sich hören.“

Mehr Bilder gibt es hier in unserer Galerie.

Schmidt und seine Mitarbeiter hatten einen Informationsstand zur PC-Sicherheit aufgebaut. In Zeiten, in denen verstärkt Angriffe auf die PCs von Wirtschaftsunternehmen erfolgen, sind Aufklärung und Vorsorge wichtige. Die Recherche über die „Panama-Papers“ wurde nach Schmidts Meinung nur deshalb möglich, weil die Sicherheit des PCs der Kanzlei Mossack Fonseca nicht gewährleistet war und von außen ein Zugriff erfolgen konnte. „Wir sind mit unserem Informationsangebot offensichtlich noch zu früh dran, vor einem halben Jahr hatten wir eine Veranstaltung in Lauf, bei der nur ein einziger Laufer Unternehmer zugegen war, obwohl das Thema hochbrisant ist“, so Schmidt.

Kinderprogramm im Museum

Mit einem Kinderprogramm lockte die Schau auch die jüngsten Besucher ins Industriemuseum. Hier wurde neben einer Dampfmaschinen-Vorführung und einem Quiz unter dem Motto „Das Geheimnis der alten Mühle“ auch eine Ausstellung mit Originalzeichnungen aus dem Buch „Was machte Kaiser Karl IV. in Lauf?“ gezeigt. Eine Hüpfburg am Parkplatz rundete das Familienprogramm ab.

Besonderer Blickfang in der Stadtbücherei war die überlebensgroße Buchskulptur, die anlässlich des Bildungsprojekts „Wortlese: Vorsicht Buch!“ (die Pegnitz-Zeitung berichtete mehrfach) in Lauf Station machte und Groß und Klein zum Schmökern ermunterte. Außerdem konnten sich die Besucher vor dieser Installation originell verkleidet fotografieren lassen.

N-Land HANS BRINEK BRI    FOTOJOURNALIST
HANS BRINEK BRI FOTOJOURNALIST