Resilient und nachhaltig

Waldumbauprojekt im Röthenbacher Holz bei Altdorf

Eine Buchen-Verjüngung unter Fichten-Altbestand: So kann Waldumbau in der Praxis aussehen.
Eine Buchen-Verjüngung unter Fichten-Altbestand: So kann Waldumbau in der Praxis aussehen. | Foto: Richard Kral/AELF2026/01/f7b4490b92786d6d93ee6271345aed407d0b95b5_max1024x.jpg

ALTDORF – Mit dem Ziel, die Zukunftsfähigkeit der Wälder im Nürnberger Land zu sichern, soll im Röthenbacher Holz, zwischen Altdorf und Röthenbach gelegen, ein gemeinsames Umbauprojekt gestartet werden – so geht es aus einer Pressemitteilung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) hervor.

Das Vorhaben ziele auf die Verbesserung der Waldwege, Erhöhung der Baumartenvielfalt sowie die Stabilisierung der Wälder im Klimawandel ab und werde durch die freiwillige Beteiligung der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer im Projektgebiet getragen. Zur Vorstellung des Projekts findet dazu am Freitag, 16. Januar, eine Informationsveranstaltung des AELF statt.

„Ökologische Vielfalt fördern“

Der aktuelle Zustand der Wälder im Nürnberger Land, insbesondere die Monokulturen aus Nadelbäumen wie Fichten und Kiefern, würden das Fortbestehen und die Nutzung vor große Herausforderungen stellen. „Hitze, Trockenheit und Schädlinge wie der Borkenkäfer und die Mistel bedrohen die Stabilität der Wälder. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzt die Bayerische Forstverwaltung auf gezielte Maßnahmen wie Durchforstungen, Wegebau und Pflanzungen, die den Wald langfristig schützen und seine ökologische Vielfalt fördern“, schreibt das Amt. Mischbestände steigerten die Artenvielfalt und senkten das Risiko, große Waldflächen auf einen Schlag zu verlieren.

Das geplante Waldumbauprojekt im Röthenbacher Holz – einem rund 45 Hektar großen Waldgebiet in Altdorf – soll dabei in enger Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern umgesetzt werden. Die Forstverwaltung des AELF übernimmt die Organisation und Koordination des Projektes und wird durch externe Partner wie die örtliche Jagdgenossenschaft sowie -jägerschaft, Forstbetriebsgemeinschaften und auch Forstunternehmer unterstützt.

„Langfristig besser Wanderwege“

Durch Maßnahmen zur Verbesserung des Waldwegezustandes soll die Organisation der Holzernte und Pflanzung ermöglicht werden, was sowohl die Nachhaltigkeit des Projekts als auch die Sicherheit für Waldbesucher und -besitzer erhöhen soll. Waldbesucher könnten sich langfristig auf bessere Wanderwege freuen, betont das AELF.

„Dieses Projekt ist ein gemeinsames Anliegen, bei dem die Bayerische Forstverwaltung als Koordinator fungiert“, erklärt Maximilian Fischer, Revierleiter in Altdorf, und ergänzt: „Die freiwillige Beteiligung der Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ist maßgeblich entscheidend, um die Wälder fit für die Zukunft zu machen. Durch die Zusammenarbeit können wir einen widerstandsfähigen, klimastabilen Wald schaffen, der Lebensraum für Tiere und Pflanzen bleibt und gleichzeitig einen nachhaltigen Rohstoff liefert.“

Info: Zur Vorstellung des Projektvorhabens und zur Beantwortung aller Fragen lädt die Bayerische Forstverwaltung alle interessierten Waldbesitzer, Anwohner sowie alle Interessierten ein. Treffpunkt für die Informationsveranstaltung ist am Freitag, 16. Januar, um 14.30 Uhr auf dem Parkplatz des Waldfriedhofs Altdorf.

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