Höhere Ansteckungsgefahr

Vier Infektionen mit britischer Mutante

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NÜRNBERGER LAND – Dass mutierte Varianten des Coronavirus im Nürnberger Land angekommen sind, hat die Pegnitz-Zeitung bereits am Mittwoch berichtet. Nun sind zu den bisher bekannten drei Fällen zwei weitere nachgewiesen worden.


Wie das Landratsamt auf Nachfrage mitteilte, haben sich vier der fünf Patienten mit der britischen Variante des Virus infiziert. Im fünften Fall werde derzeit noch untersucht, um welche Form des Coronavirus es sich handele.


Im täglichen Corona-Update berichtete die Behörde am heutigen Donnerstag insgesamt von 29 neuen laborbestätigten Infektionen innerhalb eines Tages. Dass sich darunter erneut auch Virusmutanten befinden, teilte das Landratsamt erst auf Nachfrage mit.


Bisher sind neben der britischen Form die brasilianische und die südafrikanische Form auf dem Vormarsch. Auch einen dänischen Mutanten, wie zum Beispiel zuletzt in Augsburg und Ansbach aufgetreten, gibt es.

Varianten gelten als ansteckender


Da die neuen Varianten nach bisherigem Kenntnisstand ansteckender sind als der ursprüngliche Erreger, ist es wichtig, sie frühzeitig zu erkennen. Allerdings sind die Tests auch aufwendiger. Offen blieb gestern, welcher Anteil der im Nürnberger Land durchgeführten PCR-Tests auf die neu aufgetretenen Formen überprüft wird.



Trotz der 29 neuen Infektionen sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag von 69,09 auf nun 55,6. Da der Wert vom Robert-Koch-Institut berechnet wird, kann es allerdings zu Meldeverzögerungen kommen.
Die neuen Infektionen wurden nachgewiesen in Altdorf (6), Burg­thann (2), Feucht (1), Hersbruck (5), Lauf (6), Pommelsbrunn (1), Röthenbach (2), Rückersdorf (2), Schnaittach (1), Schwarzenbruck (1), Simmelsdorf (1) und Velden (1).


Das Landratsamt meldete gestern außerdem einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona­virus: Es handelt sich dabei um eine 89-Jährige aus Hersbruck. Die Zahl der bislang Verstorbenen im
Nürnberger Land erhöht sich somit auf 158. 

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