„Massiv unterrepräsentiert“

Veranstaltung der SPD Burgthann: „Frauen macht Politik“

Die Teilnehmer von links: Kathrin Trommer, Rainer Bock, Irina Bock, Karin Gätschenberger-Bahler, Andrea Lipka und Nadine Aigner.
Die Teilnehmer von links: Kathrin Trommer, Rainer Bock, Irina Bock, Karin Gätschenberger-Bahler, Andrea Lipka und Nadine Aigner. | Foto: SPD Burgthann2026/02/4c17d20c7290eea9dd971e258ec37632d677a0b8_max1024x.jpg

Burgthann - „Frauen macht Politik“: Unter diesem Motto haben die Gemeinderatskandidatinnen der SPD Burgthann zum Gespräch in Claudias Café in Burgthann eingeladen. Denn Frauen und Politik seien längst noch kein Selbstläufer - vor allem nicht in der Kommunalpolitik, heißt es.

Wie die Burgthanner SPD mitteilt, sei in bayerischen Gemeinderäten nur jedes fünfte Mitglied eine Frau, der Frauenanteil im Amt der Bürgermeisterin liege nur bei zehn Prozent. „Frauen sind massiv unterrepräsentiert. Und das hat Auswirkungen auf politische Entscheidungen, auf die Art und Weise, wie Politik gemacht wird und auch darauf, welche Themen gesetzt werden“, teilt die SPD mit.

Zwei erfahrene Kommunalpolitikerinnen haben von ihrem Weg in die Politik berichtet, von Hürden, Erfolgen und dem, was ihnen geholfen hat: Andrea Lipka, zweite Bürgermeisterin in Simmelsdorf und Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion sowie Diana Liberova, Stadträtin in Nürnberg.

„Zufälle annehmen“, riet Diana Liberova, als sie von der Vorsitzenden der SPD Burgthann, Nadine Aigner, gefragt wird, wie Frauen in die Politik kommen. Denn im Gegensatz zu Männern brauchen Frauen oft jemanden, der sie anspricht und sie für ein Amt vorschlägt.

Andrea Lipka forderte die anwesenden Frauen auf, mutig zu sein, sich etwas zuzutrauen, den Weg in die Politik auszuprobieren. „Auch Männer können nicht alles - sie machen es trotzdem“, so Lipka. Frauen seien nicht besser, aber sie hätten eine andere Perspektive, andere Themen, eine andere Art, Politik zu machen. Und diese andere Perspektive sei wichtig für gute Politik.

„Netzwerke und ein dickes Fell“

Frauen in der Kommunalpolitik bräuchten gute Netzwerke, Unterstützung statt Gegenwind und gelegentlich auch ein dickes Fell. Doch am Ende mache Kommunalpolitik süchtig, meinte Diana Liberova: „Wer einmal etwas Positives für Bürgerinnen und Bürger bewirkt hat, der möchte damit weitermachen.“

Karin Gätschenberger-Bahler, stellvertretende Vorsitzende der SPD Burgthann, fragte SPD-Bürgermeisterkandidaten Rainer Bock, wie er die Rahmenbedingungen für Frauen in der Kommunalpolitik besser gestalten würde, wenn er die Wahl gewinnen sollte. Seine Antwort: „Flexiblere Sitzungszeiten, digitale Teilnahmemöglichkeiten, Kinderbetreuung und hinhören, was gebraucht wird.“

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