HERSBRUCK - Am Montagmorgen, 15. Juni, hat ein Mitarbeiter der Stadt Hersbruck an der KZ-Gedenkstätte in Hersbruck unter anderem Rußspuren sowie Graffiti mit NS-Bezug festgestellt. Eine versuchte Brandstiftung kann laut Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken nicht ausgeschlossen werden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt und bittet um Zeugenhinweise.
Der Mitarbeiter der Stadt Hersbruck bemerkte an der Gebäudeaußenseite der KZ-Gedenkstätte in der Amberger Straße Rußspuren und stellte im näheren Umfeld Gegenstände fest, mit denen offenbar über das vergangene Wochenende (12. bis 15. Juni) versucht worden war, ein Feuer zu legen. Zudem befand sich eine rote Heliumflasche am Tatort.
Beamte der Polizeiinspektion Hersbruck nahmen am Tatort die Ermittlungen auf und stellten im weiteren Umfeld der Gedenkstätte zwei Graffiti fest: eine SS-Rune am Aufgang einer nahegelegenen Therme sowie ein Hakenkreuz auf der Fahrbahn der Erlenstraße. Es entstand ein Sachschaden von etwa 800 Euro.
Das Staatsschutzkommissariat der Schwabacher Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten vorsätzlichen Brandstiftung sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen übernommen und prüft einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten.
Info: Zeugen, die im Tatzeitraum verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Hinweise zu Personen mit einer roten Heliumflasche im Umfeld der KZ-Gedenkstätte geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911/21123333 zu melden.
