Flucht aus dem Standesamt

Ungewöhnlicher Fahndungseinsatz in Lauf: Hubschrauber und zahlreiche Streifen unterwegs

Symbolfoto Hubschrauber
Symbolfoto Hubschrauber | Foto: CarloEmanuele/stock.adobe.com2025/02/AdobeStock_530335650-scaled.jpeg

LAUF – Am Donnerstag, 19. März, hat ein 23-jähriger Mann für einen Polizeieinsatz in Lauf gesorgt, nachdem er mit einem Kleinkind aus dem Standesamt geflüchtet war.

Der 23-Jährige befand sich gegen 11.45 Uhr gemeinsam mit seiner 19-jährigen Verlobten und deren Kind im Standesamt, um dort zu heiraten. Aufgrund „ausländerrechtlicher Hindernisse“, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer Pressemitteilung schreibt, konnte die Eheschließung jedoch nicht vollzogen werden. Daraufhin verständigten Mitarbeiter des Standesamts die Polizei. In der Zwischenzeit begab sich der 23-Jährige gemeinsam mit dem Kleinkind in den Wartebereich.

Als eine verständigte Streife der Polizeiinspektion Lauf vor Ort eintraf, hatte sich der Mann bereits in Richtung Heldenwiese entfernt. Da er zu diesem Zeitpunkt das Kind seiner Verlobten noch immer bei sich hatte und die genaueren Hintergründe unklar waren, veranlassten die Beamten umgehend Fahndungsmaßnahmen nach dem 23-Jährigen, in die neben zahlreichen Streifen auch ein Hubschrauber der Bayerischen Bereitschaftspolizei eingebunden war.

Kurze Zeit später konnte das Kleinkind bei einer Angehörigen angetroffen werden. Der 23-Jährige hatte es offenbar dort übergeben. Der Mann selbst konnte bislang nicht angetroffen werden. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht. Die Kriminalpolizei Schwabach führt nun die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen des Geschehens.

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