Austausch von Wissen und Ideen

Triesdorfer Welthauswirtschaftstag: „Nachhaltig und existenziell“

Die Auszubildende Maria Färber sorgte für die kulinarische Versorgung der Gäste des Welthauswirtschaftstages mit Gemüsegulasch und Quinoa.
Die Auszubildende Maria Färber sorgte für die kulinarische Versorgung der Gäste des Welthauswirtschaftstages mit Gemüsegulasch und Quinoa. | Foto: LLA Triesdorf2026/04/2026-03-24_Welthauswirtschaftstag_VPC-36-e1774627659485.jpg

NÜRNBERGER LAND/TRIESDORF – „Gesund essen, nachhaltig leben: Die Zukunft auf dem Teller“ – so lautete das Motto des diesjährigen Welthauswirtschaftstags, der seit 1982 jährlich Ende März stattfindet.

Das grüne Bildungszentrum Triesdorf veranstaltete dazu einen lokalen Thementag, der rund 180 – vorwiegend weibliche – Gäste ins Alte Reithaus lockte. Hauswirtschaftliche Fachkräfte und Interessierte, darunter auch viele Schülerinnen, Schüler und Studierende, nutzten die Veranstaltung zum Austausch von Wissen und Ideen und informierten sich bei vielseitigen Vorträgen und Ausstellungen über aktuelle Trends und Entwicklungen der Branche.

„Wir investieren hier gerne“

Nach einer Ansprache durch LLA-Direktor Markus Heinz begrüßte Bezirksrat Michael Maderer in Vertretung von Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster die Teilnehmenden und betonte: „Ich bin stets fasziniert, was hier vor Ort geleistet wird. Der Bezirk Mittelfranken steht hinter Triesdorf – wir investieren hier gerne, weil uns Bildung wichtig ist.“

Gabriele Sichler-Stadler von der Regierung von Mittelfranken informierte in ihrem Vortrag über die Aus- und Weiterbildung in der Hauswirtschaft und unterstrich: „Hauswirtschaft ist bunt, vielseitig, nachhaltig, existenziell und bietet überdies viele interessante berufliche Perspektiven.“

Weitere Vorträge widmeten sich dem Fokusthema Ernährung und Nachhaltigkeit: Prof. Dr. Christine Brombach aus der Schweiz erklärte in ihrem Vortrag „Der Klimatopf“, wie sich Lebensmittel auf unser Klima auswirken und wie zukunftsfähiges Kochen gelingen kann.

Christian Feist von der Firma Gesoca widmete sich dem Thema Gemeinschaftsverpflegung und wie sich hier Nachhaltigkeit und Gesundheit verbinden lassen. Studierende der Fachakademie präsentierten ein Unterrichtsprojekt und boten in der Mittagspause Kostproben aus Buchweizen und Quinoa an.

„Beitrag zu Nachhaltigkeit“

Judith Regler-Keitel, Schulleitung der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement in Triesdorf, erklärte: „Regionale und saisonale Produkte in der Speiseplanung berücksichtigen und diese dann schmackhaft und gesund zubereiten – das sind Inhalte im Theorie- und Praxisunterricht unserer Schule. Als zukünftige Leitungskräfte leisten unsere Studierenden in Tagungshäusern, in der Kita- und Ganztagsverpflegung oder in Senioreneinrichtungen einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.“

Die beiden nährstoffreichen und glutenfreien Pseudogetreide Buchweizen und Quinoa werden mittlerweile auch in Deutschland mit Erfolg angebaut und erfreuen sich steigender Beliebtheit. In zwei weiteren Vorträgen am Nachmittag wurden sowohl der Anbau als auch ihr Mehrwert für eine vielseitige, gesunde Ernährung aufgezeigt.

Am Ende des Tages zeigten sich alle Akteure durchweg zufrieden mit der Veranstaltung. Aufgrund der positiven Resonanz ist der nächste Welthauswirtschaftstag bereits fest für März 2027 im Triesdorfer Kalender eingeplant. 

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