LAUF - In der Seniorentageseinrichtung der Lebenshilfe Nürnberger Land in Lauf sind vor einigen Wochen drei neue Mitbewohner eingezogen: Sie heißen Minka, Peterle und Ronja, sind Künstliche-Intelligenz-Stofftiere und sehen echten Katzen täuschend ähnlich. Sie schnurren und heben Brust und Bauch beim Atmen.
Die KI-Katzen haben sich schnell in den Alltag der Senioren integriert und wirken nachweislich beruhigend, teilt die Lebenshilfe in einer Pressemitteilung mit. Martina Voigt, die Leiterin der Laufer Einrichtung, berichtet, dass die Tiere besonders Menschen mit Demenz guttun. „Sobald Seniorin Heike, die bereits erste Demenzzeichen zeigt, mit Minka in Berührung kommt, hebt sich ihr Gemütszustand merklich“, so Voigt.
Ermöglicht wurde die Anschaffung der KI-Tiere nach Auskunft der Lebenshilfe durch eine Spende der Commerzbank. Aufgrund der positiven Erfahrungen wurden jetzt zusätzlich weitere Stofftiere bestellt, die Herzschlag und Atembewegungen imitieren.
Technologie und Menschlichkeit
Die Lebenshilfe Nürnberger Land setzt auf solche innovativen Technologien, um die Lebensqualität der von ihr betreuten Menschen zu verbessern. Geschäftsführer Dennis Kummarnitzky betont: „Die Integration von KI zeigt, dass Technologie und Menschlichkeit Hand in Hand gehen können. Wir sehen in der Künstlichen Intelligenz eine wertvolle Unterstützung.“
Der neue Lebenshilfe-Vorsitzende Jürgen Six ergänzt hierzu: „Technik soll uns unterstützen, aber niemals ersetzen. Wir setzen auf eine ausgewogene Balance zwischen technischer Innovation und menschlicher Fürsorge.“
