Erhebliche Schädigungen

Ortsdurchfahrt Gnadenberg ab sofort gesperrt

In Gnadenberg wurden beim Neumarkter Tor gravierende Schäden im Sockelbereich festgestellt. Deshalb hat das Landratsamt Neumarkt die Ortsdurchfahrt bis auf Weiteres gesperrt.
In Gnadenberg wurden beim Neumarkter Tor gravierende Schäden im Sockelbereich festgestellt. Deshalb hat das Landratsamt Neumarkt die Ortsdurchfahrt bis auf Weiteres gesperrt. | Foto: Nicolas Damm2026/10/gnadenberg_sperrung_oberestor05.jpg

BERG/ALTDORF – Das Staatliche Bauamt Regensburg hat im Rahmen der Montage der Höhenleitmale am 5. Oktober erhebliche Schädigungen am Bogentragwerk des denkmalgeschützen östlichen Torbogens in Gnadenberg festgestellt. Die Ortsdurchfahrt Gnadenberg ist deswegen bereits seit Freitagmorgen, 9. Oktober, gesperrt.

„Nachdem die neuen Höhenleitmale zur Verdeutlichung der beschränkten Durchfahrtshöhen an den beiden historischen Sandstein-Torbögen montiert wurden, haben die Verantwortlichen am Staatlichen Bauamt Regensburg bei einem Ortstermin in Gnadenberg festgestellt, dass das östliche der beiden Tore aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt werden muss“, schreibt das Staatliche Bauamt in einer Pressemitteilung nur einen Tag vor der offiziellen Sperrung.

Die N-Land Baustellenkarte

Die Konstruktion weise im Bereich einer der beiden Bogenpfeiler erhebliche Materialausbrüche auf, führt das Bauamt weiter aus. „Das Schadensbild lässt vermuten, dass die ungünstigen Entwässerungsverhältnisse in Kombination mit Salzeintrag und Frost-Tauwechseln zum teilweisen Ausbruch der besonders beanspruchten Steine im Übergangsbereich der Pfeiler zur Bogenkonstruktion geführt haben.“ Da aktuell kein Standsicherheitsnachweis vorliegt, wurde die Durchfahrt für Fahrzeuge aller Art sowie der zugehörige Gehweg ab dem 9. Oktober, 8 Uhr, gesperrt.

Anwohnern wird empfohlen sich der Konstruktion nach Möglichkeit nicht zu nähern. „Das weitere Vorgehen wird eng mit der Gemeinde Berg bei Neumarkt i. d. OPf., der unteren Denkmalschutzbehörde am Landratsamt Neumarkt und dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und mit höchster Priorität bearbeitet, um die Einschränkungen auf ein Mindestmaß zu beschränken“, versichert das Staatliche Bauamt.

So geht es jetzt weiter

Die Gemeinde Berg beauftragt nun zunächst einen Sachverständigen, der eine Aussage in Bezug auf Stand- und Verkehrssicherheit geben kann und bei Bedarf ein Konzept für eine Notinstandsetzung erarbeitet, das geeignet ist, den Verkehr wieder freizugeben. Im Anschluss wird die langfristige Sicherung und Sanierung des östlichen Torbogens geplant.

Die Vollsperrung wird bis auf Weiteres bestehen bleiben. Anlieger werden gebeten das innerörtliche Wegenetz zur Umfahrung zu nutzen. Andere sollen die Vollsperrung weiträumig umfahren.

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