NÜRNBERGER LAND – „Radweg ja, überdimensionierter Straßenausbau und vermeidbare Versiegelung nein“, überschreibt der Bund Naturschutz (BN) Nürnberger Land seine Pressemitteilung zum Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau der Staatsstraße zwischen Altdorf und Winn.
„Seit über 15 Jahren fordern wir einen sicheren Radweg an der St 2240, und wir begrüßen ausdrücklich, wenn es hier endlich zu einem Lückenschluss im Radwegenetz kommen soll“, heißt es in der Pressemitteilung, die der BN am Mittwoch versendet. „Wir haben von dem angeblichen Planfeststellungsbeschluss bislang ausschließlich aus der Pressemitteilung des CSU-Abgeordneten Norbert Dünkel erfahren. Weder von der Regierung von Mittelfranken noch vom Staatlichen Bauamt Nürnberg liegt uns eine offizielle Mitteilung oder gar eine förmliche Zustellung des Beschlusses vor.“
Auch auf der Internetseite der Regierung fand der BN keinen Beschluss. „Wir erwarten als am Verfahren beteiligter, anerkannter Naturschutzverband selbstverständlich die ordnungsgemäße Zustellung.“ Den Beschluss wolle man sorgfältig prüfen – „insbesondere daraufhin, ob seine Einwendungen zum Bannwaldschutz, zum Klimaschutz, zum Artenschutz und zur überdimensionierten Straßenplanung, inklusive Versiegelung auf der grünen Wiese nahe Ziegelhütte für einen neuen Parkplatz, angemessen berücksichtigt wurden“, schreibt der BN. Mit einer vernünftigen Planung könnten Millionen gespart, Bauzeit reduziert und gleichzeitig Natur und Radfahrer geschützt werden, sind die Naturschützer überzeugt.
