RÖTHENBACH – Es war in der Tat eine Besonderheit, dass kürzlich einige Lehramtsanwärterinnen zur Hospitation im Röthenbacher Karl-Heller-Stift waren. Sie haben ihre erste Lehramtsprüfung an der Universität abgelegt und befinden sich danach in einer zweijährigen schulpraktischen Ausbildungszeit.
Die Idee, die Lehramtsanwärterinnen zum Singen und Musizieren in das Karl-Heller-Stift einzuladen, kam von Klaus Wenzel und von Edith Scheffold. Klaus Wenzel, Ehrenpräsident des BLLV, war selbst Seminarrektor und ist langjähriges Mitglied der Gruppe „Singen und Musizieren im Karl-Heller-Stift“. Edith Scheffold leitet ein Seminar für Lehramtsanwärterinnen und -anwärter im Bereich „Grundschule“.
Hintergrund des Besuchs ist die Tatsache, dass sich der Aufgabenbereich der Schule deutlich verschoben hat, weg von der reinen Vermittlung von Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen, hin zu vielen Dingen, die früher weitgehend durch die Familien übernommen wurden.
Der Umgang mit alten Menschen gehört aus demografischen Gründen sicher zu einer besonderen Anforderungen. Es sei, so Professor Max Liedtke, der vor fast 25 Jahren die Musikgruppe im Karl-Heller-Stift gegründet hat, sehr erfreulich, dass die Schulen sich durch zahlreiche Aktivitäten auch dieses Themas angenommen haben. Es sollte aber auch nicht bei einem leicht abzuhakenden Heimbesuch bleiben. Die Aufnahme des Themas in das Hospitationsprogramm von Lehramtsanwärtern ist ein gutes Zeichen, so Liedtke, doch regelmäßige Besuche seien wünschenswert. Die Hospitation im Karl-Heller-Stift hat auf allen Seiten ein großartiges Echo gefunden.
